In meinem Bett herrscht absolutes Handyverbot!

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation, Penisse und Co. Sex ist wichtig und völlig normal. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar ihrer schönsten und schlechtesten Sex-Geschichten aus.

Ich habe mein Handy immer bei mir. Es gibt nur einen Moment in dem ich es wirklich nicht gebrauchen kann: Beim Sex! Laut einer Studie sehen das aber nicht alle so: Jeder Zehnte checkt beim Vögeln sein Smartphone. Ich meine: What the fuck? Mir fällt absolut kein Grund ein, warum ich mein Handy benutzen sollte, während ich auf einen Orgasmus warte! Deshalb herrscht in meinem Bett auch ein strenges Handyverbot. Das wurde bisher auch nur einmal gebrochen ...

[Mehr dazu: Ich hatte Sex mit ihm, obwohl ich seinen Kumpel wollte!]

Marlon und ich hatten gerade einstimmig beschlossen, dass genau jetzt die Zeit für ein heißes Nümmerchen wäre. In unserem Sexleben war nie Routine eingekehrt, nur der Moment davor verlief immer sehr ähnlich ab: Wir scherzten, dass wir es uns jetzt dringend besorgen müssten ... und dann legten wir meistens auch schon los!

Einer von uns beiden krabbelte zuerst zwischen die Beine des anderen und sorgte dafür, dass die Welt um uns herum von der einen auf die andere Sekunde stumm geschaltet wurde. Dieses Mal fing Marlon an.

Sobald ich seine Zunge auf meiner heißen Haut spürte, vergaß ich all meinen Stress, meine Sorgen – und damit auch mein Telefon.

Er hatte mich mit festem Griff zu sich gezogen, einen Kuss auf meine Lippen platziert und war dann über mich geklettert. Zu Beginn unseres kleinen Spiels nahm er meine Beine auf seine Schultern ... Damit gab ich mich aber noch lange nicht zufrieden, also drückte ich ihn von mir runter und setzte mich auf seine Mitte.

Er genoss meine Bewegungen und grinste verschmitzt. Seine Augen blitzten auf. In dem Moment wusste ich, dass er sich mal wieder Flausen in den Kopf gesetzt hatte.

„Setz dich mal andersrum auf mich“, gab er mir nur wenige Sekunden später das erwartete Kommando.

Ich willigte ein, rutschte von ihm herunter, setzte mich auf seinen Bauch und beugte mich leicht vor – bevor es weiter ging, wollte ich ihn nochmal heiß machen. Dann war da plötzlich dieses Geräusch: Es war das Klicken der Handykamera.

Ich stoppte auf der Stelle und war so schnell wie noch nie von ihm heruntergesprungen. „Ist das dein Ernst?“, fragte ich ihn. In den ersten Sekunden beherrschte mich vor allem meine Empörung, dann fiel mein Blick auf sein entschuldigendes, aber selbstsicheres Grinsen. Marlon nutzte die Situation, um mein Faible für Machtspielchen mal wieder auszureizen.

„Ich will doch nur etwas von dir haben, wenn du nicht da bist.“ Dieser Idiot wusste immer ganz genau, was er sagen musste, um mich mit wenigen Worten zu besänftigen.

Dabei störte mich nicht, dass er auf den Auslöser gedrückt hatte – das war sicher nicht das erste sexy Foto von mir. Was mich wirklich nervte? Dass er sich nicht voll und ganz darauf konzentrierte, es mir zu besorgen. Ich wollte, dass er beim Sex an nichts anderes denken konnte als an meine Berührungen auf seiner Haut. Er wollte sich für immer an diesen Moment erinnern? Dafür würde er gleich kein Foto mehr brauchen ...

Meine Rache war süß. Ich lächelte ihn unschuldig an, krabbelte wieder seinen Bauch herunter und ließ mich an seinem Schwanz aus. Seitdem ist sein Handy nie wieder in unserem Bett aufgetaucht!

Noch mehr „SEX VOR NEUN“

Folge 1: So beschissen war der Autosex vor einem Berliner Club

Folge 2: Er nannte mich seine „kleine Schlampe“

Folge 3: Er sagte, dass er mich heute nicht vögeln würde

Folge 4: Er machte Fotos von mir, während ich nackt auf ihm saß

Folge 5: Ich hatte Sex mit ihm, obwohl ich seinen Kumpel wollte

Folge 6: Wenn ich morgens masturbiere, habe ich bessere Laune

Quelle: Noizz.de