Mit einem kleinen Trick wird aus jedem eine Blowjob-Queen!

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation und Penisse. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar Bett-Geschichten aus.

Die Nummer mit dem Endorphin-Rausch

Ich bin eine Blowjob-Queen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, warum es mir ausgerechnet alle möglichen Oralsex-Praktiken so angetan haben, aber seitdem ich Sex habe, fasziniert es mich einfach, einen Typen nur mit meinem Mund in den Wahnsinn zu treibenvielleicht weil in mir drin eben irgendwie doch ein kleiner Satan steckt.

Obwohl es schon echt lange her ist, kann ich mich noch ziemlich gut an den Moment erinnern, als ich mich das erste Mal in einer lauen Sommernacht vor einen Typen kniete und beim Anblick seines steifen Schwanzes dachte: "Okay, Augen zu und durch!" Tja, und dann hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Penis in meinem Mund, und das fühlte sich verdammt gut an!

Es war wie Liebe auf den ersten Blick, nur dass sich meine Gefühle eben nicht für den Typen entwickelten, sondern für den Blowjob. Wirklich jedes Mal, wenn ich vor einem Mann langsam auf die Knie gehe oder zwischen seine Beine krabbele, glitzern meine Augen vor Vorfreude. Erklären, woher diese Leidenschaft kommt, kann ich mir so ganz rational allerdings nicht.

An sich ist die Praktik ja nicht unbeliebt: In einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2016, wurden etwa 900 heterosexuelle Paare nach Oralsex befragt – 59 Prozent der Frauen gaben an, ihren Partner oral zu befriedigen. Auch in vergleichbaren Studien aus Deutschland geben ungefähr zwischen 50 und 60 Prozent der Frauen an, dass Blowjobs zu ihrem Sex-Repertoire gehören. Trotzdem kenne ich keine andere Frau, die so eine Passion fürs Schwänzelutschen hat wie ich.

Vor ein paar Wochen bin ich der großen Frage nach dem "Warum ausgerechnet Blowjobs?" in einem Gespräch mit meiner Mum etwas näher gekommen. Ich befragte sie gerade sehr intensiv zu Erlebnissen in meiner Kindheit, weil ich eigentlich dabei war, zu analysieren, was genau im Alter zwischen drei und sechs Jahren schief gegangen war, dass ich heute ... sagen wir ... ein minimales Bindungsprobleme habe, weil in einem Ratgeber für Beziehungsfähigkeit gelesen hatte, dass Kindheitserfahrungen damit zusammenhängen könnten ...

"Gibt es etwas, was mir im frühen Kindesalter gar nicht gefallen hat?", hatte ich sie gefragt, worauf sie kurz nachdachte, aber dann mit dem Kopf schüttelte.

"Wirklich nichts?", fragte ich fast etwas enttäuscht. Irgendeine Erfahrung musste es doch gegeben haben – vielleicht war ich ja mal im Supermarkt verloren gegangen oder war wenigstens vor eine Schaukel gelaufen, weshalb das Beziehungszentrum in meinem Hirn einen Schaden erlitten hatte ...

"Oh doch ... Es gibt da etwas ...", erklärte sie jetzt.

"Du warst wirklich traurig, als wir dir deinen Schnuller weggenommen haben!"

Ich fing an zu lachen, weil es mir wie Schuppen von den Augen fiel: "Wow. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich heute so gerne Blowjobs gebe", platze es ohne Scham aus mir heraus. Mit meiner Vorliebe für Blowjobs kompensierte ich anscheinend einfach nur eine ungeliebte Kindheitserfahrung, touché!

Von wegen Männersache

Obwohl gesellschaftlich eher davon ausgegangen wird, dass Blowjobs nur dazu dienen, dem Typen eine Freude zu machen, bin ich definitiv anderer Meinung! Für mich ist ein steifer Penis in meinem Mund ein echter Egopusher. Da ich in meiner Sexkarriere recht früh sehr gute Kritiken für meine Technik eingeheimst habe, hat es mir immer ein gutes Gefühl gegeben, wenn ich meine Lippen unter seine Gürtellinie wandern ließ.

Erst vor ein paar Wochen hat mir ein Typ danach völlig fertig erzählt, dass er noch nie eine Frau gesehen hatte, die mit so viel Spaß und Leidenschaft ihren Mund beim Sex einsetzte ...  

Luca und ich waren zum ersten Mal nach kurzer Dating-Phase in der Kiste gelandet und lagen nach einer ersten heftigen, schnellen Nummer nebeneinander im Bett, als sich die nächste Runde schon anbahnte. Wieder wanderte meine Hand unter die Bettdecke, wieder platzierte ich sanfte Küsse auf seiner nackten Brust und konnte es nicht lassen, mich erst auf seinem Schoß nieder und anschließend langsam zwischen seine Beine rutschen zu lassen.  

Ich schenkte ihm noch einmal einen tiefen Blick von unten in seine Augen und musste fast grinsen, als ich zum ersten Mal mit meiner Zunge über seinen Penis fuhr, weil ich schon wusste, dass ich gleich wieder in den reinsten Endorphin-Rausch verfallen würde. 

Luca beobachtete mich mit verklärtem Blick dabei, wie ich meine Lippen sanft um seinen Penis schloss und meinen Kopf erst langsam, dann etwas schneller auf und ab bewegte.

Noch heißer machte mich, dass er nach ein paar Sekunden in meine Haare griff und mich langsam an sich heranzog. Denn dass ich auf Spielchen und Machtkämpfe stehe, wissen wir alle, und die kann man in einem Blowjob perfekt ausfechten. Es gibt wohl keine Situation, in der frau so viel Macht über einen Typen hat und ihm gleichzeitig so schamlos ausgeliefert ist.

Mit einem kleinen Trick wird jede Frau zur Blowjob-Queen

Auch mit Luca hatte sich schnell ein "Katz und Maus"-Drive entwickelt, der mich dazu anspornte, seinen Schwanz nun mit ganzer Leidenschaft zwischen meinen Lippen einzuschließen. Ich krallte meine Finger in seinen Oberschenkel und zog meinen Kopf immer wieder vor und zurück, während ich ihn dabei beobachtete, wie er seinen Kopf langsam in den Nacken fallen ließ.

Und dann stoppte ich plötzlich und sah ihn mit glitzernden Augen herausfordernd an, um seine Reaktion abzuwarten. Er griff wieder in mein Haar, worauf ich einen süßen Kuss direkt auf der Spitze seines Penis platzierte. Er zog meinen Kopf an den Haaren zur Seite, ich wartete kurz einen weiteren Moment und konnte unter meinen Fingern, die immer noch auf seinem Oberschenkel lagen, das leichte Zittern seiner Beine spüren.

Das war für mich das Zeichen, dass ich jetzt endlich richtig loslegen konnte. Denn in meiner Karriere als Blowjob-Queen habe ich eine Praktik so perfektioniert, dass ich mich damit für immer in das Sex-Gedächtnis von Typen einbrennen kann ... Und weil ich grundsätzlich ja immer dafür bin, dass Girls andere Girls supporten sollten, verrate ich ihn euch jetzt! Das Zauberwort heißt: Unterdruck!

Ich nahm Luca wieder in den Mund und fing an, daran zu saugen – so sehr, dass sich in meinem Mund ein kleines Vakuum bildete, was ihn auf der Stelle dazu brachte kurz aufzukeuchen. Dieses Geräusch heizte mich so sehr an, dass in mir wieder der kleine Sex-Dämon rauskam, der jetzt noch mehr Lust auf mehr hatte…

Die Nummer endete mit einem laut geseufzten "Fuuuuck" seinerseits und einem breiten, selbstbewussten Grinsen meinerseits, während ich mir einfach nur dachte: "Scheiße, ich liebe Blowjobs wirklich."

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Quelle: Noizz.de