Auch wenn es sich manchmal so anfühlt: Nein, Sex macht dich nicht unsterblich. Aber – und das ist wissenschaftlich bewiesen – er kann dein Leben tatsächlich verlängern und dich gesünder machen. Von Herzproblemen bis Rückenschmerzen: Wir haben die erstaunlichsten Fakten über die schönste Beschäftigung der Welt zusammengetragen.

Wer öfter Sex hat, lebt länger? Was erst mal wie eine nicht haltbare These klingt, stimmt tatsächlich: Laut Wissenschaftler*innen verringert sich das Risiko eines frühen Todes um die Hälfte, wenn man mindestens einmal pro Woche Sex hat. Herausgefunden haben das Forscher*innen der Washington University: In einer Studie mit mehr als 15.000 Teilnehmer*innen haben sie festgestellt, dass das Risiko an Krebs und Herzkrankheiten zu sterben, desto geringer ist, je aktiver die Person im Bett ist! Crazy, oder?

Aber Sex kann noch mehr – zum Beispiel dein Immunsystem stärken

Eine weitere Studie aus Schottland hat außerdem gezeigt, dass Leute, die täglich Sex haben, sieben bis zehn Jahre jünger aussehen, als sie eigentlich sind. Das ist aber nicht die einzige Superpower des Vögelns: So hat etwa eine Studie von 2004 ergeben, dass Menschen, die mindestens dreimal pro Woche Sex haben, über gut 30 Prozent mehr des Antikörpers Immunglobin A verfügen als Menschen, die nur zweimal die Woche oder noch weniger Sex haben. Und was macht Immunglobin A? Es bekämpft zum Beispiel Krankheitserreger und stärkt dein Immunsystem.

Symbolbild: Sex

Auch für deine mentale Gesundheit ist ein funktionierendes Liebesleben wichtig: Denn während du es mit einer anderen Person (oder dir selbst) treibst, feuert dein Körper ein wahres Feuerwerk an Wohlfühlhormonen ab, etwa Endorphine, das "Kuschel"-Hormon Oxytocin und Dopamin. In Lustzentren deines Gehirns wird so nicht nur das geile Gefühl der absoluten Erregung erzeugt, sondern auch das warme, kribbelige Nachglühen, das sich nach einem Orgasmus von den Fußspitzen bis zum Scheitel zieht.

Und auch die psychische Langzeitwirkung von Sex darf nicht unterschätzt werden: Menschen, die täglich (freiwilligen) Sex haben, haben meist bessere Laune, verfügen über mehr Selbstbewusstsein, Zufriedenheit und Selbstsicherheit, was ihr Äußeres betrifft.

Sex hilft bei Schlafstörungen

Du hast Schlafprobleme? Wer vor dem Einschlafen einen Quickie einlegt, kann dadurch die Qualität des Schlafes verbessern: Vor allem Männer kennen das Gefühl, nach dem Orgasmus einfach direkt wegpennen zu wollen, sicher gut: Du bist gerade gekommen – und kannst kaum mehr die Augen offenhalten. Verantwortlich für das schnelle Wegdämmern bei Typen ist Prolaktin: Das Hormon macht dich entspannt und müde. Und bei Frauen? Bei denen kann der Östrogenanstieg nach dem Sex den REM-Schlaf verbessern. 2016 haben Schlafforscher*innen herausgefunden, dass Sex sogar dabei helfen kann, Schlaflosigkeit zu bekämpfen und länger zu schlafen.

Na, schon mal die Ausrede benutzt, "Migräne" zu haben?

Wenn du wirklich Kopfschmerzen hast, solltest du Sex nicht ausschlagen: Orgasmen können nachweislich Kopfschmerzen lindern und bei Menstruations-, Gelenk- und Rückenschmerzen helfen. Wie das geht? Die schmerzlindernden Eigenschaften beim Geschlechtsverkehr sind auf die Freisetzung von Endorphinen zurückzuführen – dem natürlichen Aspirin des Körpers. Das ist übrigens auch der Grund, warum es uns nichts ausmacht, wenn uns der oder die andere beim Sex leidenschaftlich an den Haaren zieht oder mit den Fingernägeln über den Rücken kratzt!

Auch heftig: Sex soll Prostatakrebs vorbeugen

Eine im "Journal der American Medical Association" veröffentlichte Studie hat ergeben, dass Männer, die mindestens 21 Mal im Monat ejakulieren, weniger wahrscheinlich an Prostatakrebs erkrankten. Vor allem bei Männern über 60 ist das Prostata-Risiko hoch. Von diesem Alter bist du noch weit entfernt? Du kannst jetzt trotzdem schon vorsorgen: Männer, die in ihren Zwanzigern viel Sex haben, sollen laut Studie auch noch Jahrzehnte später davon profitieren.

Was sagt uns das? Schieb 'ne Nummer, hab Spaß mit dir und anderen, tob dich aus! Das Leben ist zu kurz, ums nicht zu tun.

  • Quelle:
  • Noizz.de