SEX VOR NEUN: FKK-Sex gibt mir den ulimativen Kick

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Viel zu warm für Klamotten? Warum nicht einfach mal nackt raus gehen? Foto: pixa / pixabay.com

Man darf sich nur nicht erwischen lassen!

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation, Penisse und Co. Sex ist wichtig und völlig normal. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar ihrer schönsten und schlechtesten Sex-Geschichten aus.

Die Nummer im Wald

Ich bin ein absoluter Adrenalin-Junkie. Ich liebe das Gefühl, wenn mein Herz anfängt zu schlagen und mir heiß und kalt zugleich ist, weil das Adrenalin durch meinen Körper kickt, wie ein Skateboarder durch einen Skater-Park. Deshalb habe ich schon sehr früh angefangen, mich selbst immer wieder herauszufordern: Ob Achterbahnen, Freefalltower oder mit 180 Stundenkilometern über die Autobahn zu preschen - ich habe nie genug von diesem Kribbeln im Bauch bekommen.

Irgendwann habe ich auch angefangen, diesen Adrenalin-Kick in mein Sex-Leben zu intergieren. Wenn es einmal krass ist, will ich es beim nächten Mal noch krasser ... außer beim Anal-Sex, aber das ist ein anderes Thema. Als ich das erste Mal Sex im Auto hatte, hat mich das angemacht, irgendwann hat das aber nicht mehr ausgereicht. Der Reiz erwischt werden zu können, hat mich jedes Mal noch geiler gemacht.  

Könnt ihr euch noch an Tino erinnern? Der Typ, mit dem ich fast nur im Auto Sex hatte? Ein, zwei Mal sind wir unserer Regel fremd gegangen.

Wir konnten nicht lange die Finger voneinander lassen

Sobald er in mein Auto gestiegen war, schafften wir es immer nur wenige Meter bis wir am Straßenrand hielten und übereinander herfielen. Wir drehten unsere Platte auf - ja ich bin noch eine der wenigen, die in ihrem Auto CDs statt des Handy-Anschlusses hat - und vögelten einfach drauf los.

Dabei war uns auch egal, ob und jemand beobachten konnte. Mein Auto war unsere eigene kleine Welt. Durch die Boxen dröhnte unsereselbstkreierte Playlist, nur die Straßenlichter warfen ein gedämpftes Licht auf uns. Meistens blieben wir im Wagen - zu viele Blicke wollten wir dann doch nicht auf uns ziehen. Außerdem kann ja schon Sex im Auto Erregung öffentlichen Ärgernisses sein. Aber wie das mit Verbotenen Dingen halt so ist ... Irgendwann reizen sie einen doch.

Vielleicht lag es auch daran, dass draußen noch die Sommerhitze über den Feldern brütete. Zwar war es schon mitten in der Nacht, aber von einer echten Abkühlung war nicht zu sprechen. Wir fingen im Auto an. Ich saß auf seinem Schoß und bewegte mein Becken im Takt der Musik auf seiner Mitte.

Irgendwann reichte mir das aber nicht mehr aus: Ich war vom Tag so aufgeladen und innerlich auch ein bisschen aufgewühlt, dass ich dringend hart gevögelt werden wollte - einfach, um den Kopf frei zu kriegen. Obwohl wir gerade in einen sinnlichen Kuss verfallen waren, stoppte ich ihn irgendwann, legte meinen Kopf schräg und grinste:

„Lass uns mal draußen weiter machen!“

Ich wollte, dass er mich von hinten nahm. Also sprangen wie splitternackt aus dem Auto und mussten dabei laut lachen. Das Adrenalin schoss durch meinen Körper, wie eine Ladung Heroin. Also zumindest glaube ich, dass es sich so anfühlt, wenn man einen Drogenkick bekommt. Obwohl die Luft immer noch warm war, hinterließ sie eine Gänsehaut.

Tino lachte und sagte dann Kopfschütteln: „Ich glaube nicht, dass wir das machen!“ Von mir kam nur ein zustimmendes Stöhnen, weil er im gleichen Moment anfing, mich von hinten zu nehmen.

Ein Stoß, zwei Stöße - obwohl ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden stand, rechnete ich damit, dass ich jeden Moment einknickte - so sehr zitterten sie. Mit jedem weiteren Stoß trieb er mich mehr in den Wahnsinn. Bis ich irgendwann anfing, nach Luft zu schnappen und er immer schneller wurde.

Nach der Nummer gabs die Abschiedskippe

Zum Abschluss gönnten wir uns völlig fertig noch eine Zigarette und lehnten uns mit unseren nackten Ärschen gegen die immer noch aufgeheizte Motorhaube, während wir ganz genüsslich an unseren glühenden Stängeln zogen. Als wir wieder im Auto saßen und angezogen waren, sahen wir plötzlich helle Lichter auf uns zukommen. „Fünf Minuten früher und wir wären erwischt worden“, sagte ich immer noch völlig von dem Adrenalin verklärt mit einem breiten Grinsen.

Obwohl wir an diesem Abend nicht erwischt wurden, kam ich am nächsten Morgen in Erklärungsnot - als ich einen Arbeitskollegen im Parkhaus traf.

„Oh, hattest du eine lange Nacht?“, fragte er mich mit einem Lachen.

Ich lachte verlegen auf: Sah man mir etwa so stark an, dass ich gestern einmal richtig durchgenommen wurde? Ich schob mir etwas verlegen eine Haarsträhne hinters Ohr.

Statt zu antworten, drehte ich mich nochmal kurz zu meinem Auto, um es abzuschließen. Und da sah ich es: Auf der Motorhaube hatten sich die sehr eindeutigen Abdrücke unserer Aktion in den Staub gepresst. Mist, da wurde ich also doch erwischt!

Deine Sex-Fragen

Übrigens: Wenn du mir Fragen zum Thema Sex stellen willst, kannst du das jederzeit machen – und zwar komplett anonym! Schreib mir dazu einfach eine Message auf Tellonym. Die besten Fragen beantworte ich nächste Woche auf NOIZZ!

Quelle: Noizz.de

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