Unsere Sex-Kolumnistin beantwortet Fragen der NOIZZ-User.

In ihrer Kolumne SEX VOR NEUN schreibt unsere Autorin Julie Schmidt regelmäßig über – dreimal darfst du raten – Sex. Und wenn sie nicht an ihrem Schreibtisch sitzt? Dann plaudert sie über die schönste Nebensache der Welt. Mit ihren Arbeitskollegen, mit ihren Mädels, mit ihrem schwulen besten Freund und jetzt auch mit den NOIZZ-Lesern! Jetzt auch auf Instagram (@sex.vor.neun)!

Diese Woche: Kann Man(n) zu oft masturbieren?

Hallo Julie,

ich masturbiere vier bis fünf Mal am Tag. Durchschnittlich brauche ich circa 15 Minuten bis ich abspritze. Ist das noch normal oder zu oft?

Lieber Unbekannter,

wie ich euch allen schon in der letzten Kolumne erzählt habe, ist Masturbation in den letzten Wochen eines meiner größten Hobbys geworden. Entgegen so mancher Mythen, kann man anhand einer Zahl auch nicht festmachen, wie viel Masturbation eigentlich okay und normal ist. Grundsätzlich gilt beim Thema Sex eigentlich immer: Eine feste Norm aus Eckdaten, Zahlen und Formen gibt es nicht!

Regelmäßiges Masturbieren ist übrigens sehr gesund! In einer Studie der Harvard-Universität kam heraus, dass Männer, die mindestens 21 Mal im Monat masturbieren und dabei ejakulieren, ihr Leben verlängern können. Denn: durch die regelmäßige Ejakulation kann Mann sein Prostatakrebsrisiko senken.

Tatsächlich kann das Handanlegen zudem auch Stress reduzieren, den Hormonhaushalt in Balance halten und sogar als Training für echten Sex genutzt werden. Wer regelmäßig masturbiert, wird unempfindlicher und kann dadurch beim Geschlechtsverkehr länger durchhalten.

Aber Vorsicht!

Genau an dieser Stelle kann sich auch ein kleines Problemchen verstecken: je häufiger du Solo-Sex hast, desto mehr gewöhnt sich dein Körper daran, genau auf diese Art und Weise zum Orgasmus zu kommen. Heißt: Dein Penis … ok, in Wirklichkeit ist es natürlich dein Gehirn, merkt sich Rhythmus, Bewegungsablauf, Fantasien, die dich zum Abspritzen bringen. Der Ablauf zwischen Masturbation und echtem Geschlechtsverkehr unterscheidet sich allerdings stark – deshalb kann sich dein Masturbationsverhalten auch negativ auf dein Sex-Leben auswirken, weil du dann eben nicht mehr kommen kannst, wenn du dir mit einer echten Gegenspielerin oder einem Gegenspieler das Bett teilst!

Wirklich problematisch wird regelmäßiges Masturbieren erst, wenn du nicht mehr ohne kannst und wenn es deinen Alltag beeinflusst. Sobald du also beispielsweise anfängst den Besuch im Fitnessstudio abzublasen oder Verabredungen sausen lässt, weil du ja noch masturbieren musst, solltest du dir langsam Gedanken machen. Auch wenn du selbst anfängst, unter seiner ständigen Lust zu masturbieren, zu leiden – ist der Zeitpunkt gekommen, dich und deinen Penis mal auf kalten Entzug zu setzen!

Ich rate dir. Gönn dir so viele Handjobs wie du willst, aber lege ab und zu auch mal einen Tag Pause ein.

XOXO Julie Schmidt

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Quelle: Noizz.de