Unsere Sex-Kolumnistin beantwortet Fragen der NOIZZ-User.

In ihrer Kolumne SEX VOR NEUN schreibt unsere Autorin Julie Schmidt regelmäßig über – dreimal darfst du raten – Sex. Und wenn sie nicht an ihrem Schreibtisch sitzt? Dann plaudert sie über die schönste Nebensache der Welt. Mit ihren Arbeitskollegen, mit ihren Mädels, mit ihrem schwulen besten Freund und jetzt auch mit den NOIZZ-Lesern! Jetzt auch auf Instagram (@sex.vor.neun)!

Diese Woche: Wie benutze ich einen Druckwellen-Vibrator richtig?

Liebe Julie,

wie wende ich den Druckwellen-Vibrator richtig an? Ich habe das Gefühl, dass es mehr brennt, als dass ich zum Höhepunkt komme.

Liebe Unbekannte,

du weißt, dass ich persönlich ein absoluter Fan von diesen Ferraris unter den Sextoys bin. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich mit ihnen definitiv eine konstantere und vor allem befriedigendere Beziehung führe als mit den meisten Typen … kleiner Spaß am Rande.

Grundsätzlich gilt: Auf welche Art wir zum Orgasmus kommen, ist gerade bei Frauen ziemlich unterschiedlich. Obwohl sich die Druckwellen-Methode bei sehr vielen Frauen bewährt hat, weiß ich ganz genau, was du meinst.

Dafür muss ich jetzt etwas ausholen: Die Druckwellen-Vibratoren sind für die direkte Stimulation der Klitorisperle ausgelegt – an dieser Stelle treffen bis zu 8000 Nervenenden zusammen. Das kann zu so etwas wie einem Kurzschluss führen. Wenn die Nerven überreizt werden, wird aus dem eigentlich angenehmen Gefühl schnell ein unangenehmes Brennen oder Ziehen.

Aber keine Sorge, das heißt nicht, dass du nicht für den Druckwellen-Vibrator gemacht bist oder er nicht für dich. Du solltest einfach nur diese kleinen Tipps beachten …

In der Ruhe liegt die (Orgasmus)-Kraft

Ich weiß, dass es manchmal einfach schnell gehen muss und nichts mehr hilft als ein kleiner Orgasmus zwischendurch. Dann wird der Vibrator sofort auf die höchste Stufe gestellt und der Solojob wird zum Sprint. Alles gut und schön, aber eigentlich liegt die Kraft in der Ruhe. Lust steigert sich langsam, deshalb sollten wir erst mal gaaaanz ruhig starten. Bring dich vor dem Einsatz des Vibrators schon mal in Stimmung: sanftes Streicheln, ein kleiner Fingerjob vorab und ganz genüssliches Einsetzen des Vibrators sind der Schlüssel zum Erfolg.

Die Dosierung macht das Gift

Mein erster Gedanke auf deine Nachricht war: Du hast vermutlich eine zu starke Stufe eingestellt. Drück beim Einschalten des Sextoys nicht direkt das Gaspedal, sondern schalte lieber einen Gang runter. Es kann sein, dass du bei einer niedrigeren Stufe erstmal nicht das Gefühl hast, dass die Solo-Nummer von Erfolg gekrönt sein wird, tatsächlich kann eine sanftere Massage uns aber auch in den Orgasmushimmel fliegen lassen, wenn wir uns nur genug Zeit für die Nummer mit uns selbst und unserem Lieblingstoy geben.

Finde die richtige Stelle

Wusstest du, dass unsere Klitoris viel größer ist als nur die altbekannte Klitorisperle? Okay, also so altbekannt ist sie auch nicht, wenn ich an die eine oder andere Nummer mit einem echten Typen denke … aber das ist ein anderes Thema. Unsere Klitoris ist etwa zehn Zentimeter groß und besteht gleich aus mehreren Muskeln, Bändern, Schwellgewebe, Drüsen, Nerven und Blutgefäßen, die im Inneren unserer Vagina liegen. Die Klitorisperle ist mit ihren Nervensträngen also nur die Spitze des Eisbergs. Mein Tipp: Platziere den Vibratorkopf entweder etwas oberhalb oder etwas unterhalb der Klitorisperle – manchmal ist der indirekte Kontakt mit den Druckwellen nämlich deutlich angenehmer und heißer als der direkte.

XOXO Julie Schmidt

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Quelle: Noizz.de