Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Witz klingt, hat für eine Frau aus Österreich fatale Nachwirkungen. Sie wollte bei einem Arzt ihre Schamlippen ein wenig kürzen lassen, ein Schönheitseingriff im Intimbereich. Nach der Operation hatte sie aber nicht mal mehr eine Klitoris. Nun klagt sie vor Gericht.

Jeder kennt es: Man geht zum Friseur und sagt, man möchte nur die Spitzen geschnitten haben. Dann wird gewaschen, geschnibbelt und geföhnt – und Schwupps, 20 Zentimeter weniger. Haare können nachwachsen. Schamlippen nicht.

Auch nicht die Klitoris. Einer Frau aus Österreich wurde bei einer missglückten Schönheits-Operation aber all das entfernt. Dabei wollte sie nur, dass ihre Schamlippen um einen Zentimeter gekürzt werden.

Probleme beim Geschlechtsverkehr nach Operation

Nun klagt sie vor Gericht. Ein gynäkologischer Gerichtsgutachter meint laut der Online-Nachrichtenseite "Vol.at", das Ergebnis der Operation gleicht einer Genitalverstümmelung. Der Facharzt für plastische Chirurgie hat wohl die ganze Klitoris der Frau abgeschnitten und so einen Kunstfehler begangen. Das Opfer forderte 40.000 Euro Schadenersatz, davon 25.000 Schmerzensgeld. Nach einem Vergleich, auf den sich wohl geeinigt wurde, bekommt sie nur 15.000 Euro.

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Zu wenig, findet die Klägerin. Sie hätte nach dem Eingriff Probleme beim Geschlechtsverkehr. Der Orgasmus sei eingeschränkt, außerdem bereite die Narbe ihr ein unangenehmes Gefühl. Der Arzt argumentiert, er hätte nichts falsch gemacht. Die Entfernung sei notwendig gewesen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de