Was war da los?

Es gibt diese Sünden, die einen noch Jahre später verfolgen. Oft haben sie mit Alkohol zu tun. So wie bei Hermann und Josef: Die beiden Schäfer saßen im August 2013 in einem Wohnwagen, draußen grasten die Schafe, drinnen wurde getrunken. Bier, freilich, das Ganze spielte sich in Bayern ab.

Wie viel sie getrunken haben, ist schwer zu sagen. Fest steht: Als Hermann und Josef gegen drei oder vier Uhr aus dem Wohnwagen kamen, war die Herde ausgebüxt: 1200 Schafe hatten den Zaun niedergetrampelt und sich über das Futtergetreide hergemacht.

Sie fraßen den ganzen Haufen. Eine Menge, die für anderthalb Wochen gereicht hätte. Zu viel für die Tiere: Sie wurden krank, am Ende waren 550 von ihnen tot. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Jetzt hat der eine Schäfer den anderen verklagt: Vor dem Landgericht München sagte Hermann, ihm sei ein Schaden von 170.000 Euro entstanden – und daran sei der Hund des Gehilfen schuld. Der soll nämlich aus dem Auto gesprungen sein und die Schafe so sehr erschreckt haben, dass sie abgehauen seien.

Das Problem: Hermann hatte keine Beweise, er saß ja zum Zeitpunkt der Katastrophe selbst im Wohnwagen und gönnte sich Bier. Kommentar des Richters: „Das wird nix.“ Also zog Hermann die Klage zurück – und muss jetzt mit den Folgen seiner kleinen Party leben.

Quelle: Noizz.de