„Ich habe für diese Freiheit gekämpft.“

Die orthodoxe Kirche ist für ihre prunkvolle Ästhetik und ihre kitschigen Messen bekannt. Doch manch ein Priester scheint es ein wenig zu übertreiben.

Der russische Priester Wjatscheslaw Baskakow steht jetzt massiv in der Kritik, da er offenbar einen besonders ausschweifenden Lebensstil in Sachen Mode pflegte – die Belege dafür fanden sich zuhauf auf seinem Instagram-Account.

Der Geistliche lud dort Fotos von luxuriösen Schuhen und Taschen hoch, seine Lieblingsmarken schienen Louis Vuitton und Gucci zu sein. Nach der massiven Kritik an seinem Konsumverhalten ist sein Account inzwischen deaktiviert.

Dank einem Bericht der „Moscow Times“ über den Vorfall sind uns allerdings einige Screenshots erhalten geblieben, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

Wjatscheslaw Baskakow wurde seine Liebe für luxuriöse Mode zum Verhängnis. Foto: archpriesttver / Instagram
Die Louis-Tasche durfte natürlich auch im Flugzeug nicht fehlen. Foto: archpriesttver / Instagram

Ein Sprecher des russischen Patriarchen Kyrill äußerte sich bereits bestürzt über den Protz-Priester: „Ein solch prahlerischer und unzüchtiger Lebensstil sollten nicht charakteristisch für Priester in der Kirche sein“, hieß es.

Ein besonders gutes Vorbild ist der Patriarch selbst allerdings auch nicht: Kyrill wurde 2012 dabei ertappt, dass er eine Uhr des Herstellers Breguet trug, deren Listenpreis bei etwa 26.000 Euro liegt. Er bezichtigte seine Kritiker der Lüge und zeigte vermeintliche Originalfotos ohne die Uhr vor – hatte jedoch vergessen, deren Schatten zu retuschieren.

Auch Baskakow hat es nicht allzu souverän hinbekommen, sich für seine Missetat zu entschuldigen: Er schrieb zwar in einem Statement, dass er es einsehe, nicht genug Bescheidenheit an den Tag gelegt zu haben.

Weiter hieß es von ihm: „Ich habe versucht, ein offener Mensch zu sein. Ich wurde davor gewarnt, aber ich habe für diese Freiheit gekämpft.“ Außerdem sollen einige der Schuhe gar keine Originale sein, sondern billige Treter, auf die er hochwertig aussehende Schnallen selbst genäht hat.

Die beste Ausrede kommt aber noch: Er habe angeblich so viel verschiedene Kleidung gebraucht, um seine Nervenkrankheiten in den Griff zu bekommen – angeblich eine Empfehlung seines Arztes! Gucci auf Kasse? Klingt eher so, als hätte der Priester gegen das 8. Gebot verstoßen – und genau wie sein Vorgesetzter Kyrill gelogen.

Quelle: Noizz.de