Die "Medicine Galleries" beschäftigen sich mit Körpertransformationen.

Die voraussichtlich 3,5 Meter große Bronzeskulptur von "Zombie Boy" wird ab 2019 permanent im Londoner "Science Museum" zu sehen sein. Das Objekt wird im neuen Bereich der "Medicine Galleries" in der Eingangshalle stehen und somit das erste sein, was die passierenden Gäste zu sehen bekommen.

Bereits 2010 widmete sich der Künstler Marc Quinn dem komplett tätowierten Rick Genest aka "Zombie Boy". Damals hatte Quinn Skulpturen von Menschen ausgestellt, die ihre Körper im Laufe ihres Lebens entscheidend verändern – und so eine Art Besitz über ihre Erscheinung ergreifen. Die Skulptur wurde damals bereits im "Science Museum" ausgestellt.

Laut Quinn ging es bei Zombie Boy um die Transformation vom "Biologischen Körper" zu einem "Kulturellen Körper". Genest hatte sich schon früh mit dem eigenen Tod konfrontiert gesehen: Mit 15 Jahren wurde bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert. Er besiegte diesen, beschäftigte sich mit seinem Körper und dem Jenseits jedoch für den Rest seines Lebens.

Quinn sieht in "Zombie Boy" einen Künstler, der seine Haut zur Leinwand und somit zur einem "kulturellen Körper" gemacht hat. Die Arbeit Quinns ist Teil seiner Reihe "Self Conscious Gene". Für Quinn liegt die Faszination des verstorbenen Zombie Boy in der Mischung aus Selbstreflektion, zeitgenössischer Erscheinung, Mode und Philosophie.

Erste Details der Skulptur Foto: c.Marc Quinn Studio

Vor wenigen Tagen erreichte uns die Meldung, dass Rick Genest Tod seiwir berichteten. Noch ist nicht eindeutig, wie er ums Leben kam. Die Gerüchte um einen möglichen Selbstmord halten sich wacker, Genest Familie besteht auf einen Unfall. Klar ist nur, dass Kanadier aus einem Balkon gefallen sei – wie es dazu kam ist nicht geklärt.

Die vielen Tattoos sind in die Bronzeskulptur eingearbeitet Foto: c.Marc Quinn Studio
So groß wird die Skulptur sein Foto: c.Marc Quinn Studio

Quelle: Noizz.de