Ihr Ex postete 15 intime Bilder von ihr online, terrorisierte sie mit Anrufen und sabotierte ihr Business-Konto auf Instagram. Jetzt wurde er verurteilt.

Du denkst, deine Trennung war schlimm? Dann les' dir erstmal diese Geschichte einer Frau aus Liverpool durch. Deren Ex-Freund postete erst das Ultraschall-Bild seines ungeborenen Kindes mit einer anderen Frau auf ihrem Instagram-Business-Account, dann kreierte er mehrere pornöse Fake-Profile mit Nacktfotos von ihr – um sich zu rächen.

Die Frau, die unbekannt bleiben will, trennte sich nach sechs Jahren Beziehung im Februar 2019 von ihrem Freund Andrew. Zunächst rief Andrew laut Angaben seiner Ex nach der Trennung pausenlos an und bat sie, wieder mit ihm zusammenzukommen. Als sie ihn blockte, versuchte Andrew es von anderen Telefonnummern.

Sie wechselte ihre Telefonnummer

Die Anrufe hörten erst auf, als sie ihre Telefonnummer im April wechselte. Anschließend hatte sie erst einmal Ruhe – naja, eigentlich nur für zwei Monate. Im Juli nämlich loggte sich Andrew erst in das private und dann in das Business-Instagram-Konto seiner Ex-Freundin ein und postete dort ein Ultraschall-Bild seines ungeborenen Kindes mit einer anderen Frau. Du denkst, das wäre die Spitze des Eisbergs? Leider sind wir noch nicht ganz oben angekommen.

Zunächst wurde sie wieder mit Anrufen von Andrew bombardiert, der ihre neue Nummer auf ihrem Business-IG entdeckt hatte. Außerdem kreierte der Typ fünf Instagram-Accounts, dessen Profilfotos intime Fotos seiner Ex-Freundin zeigten. In der Zeit bis zum 10. August 2019 machte Andrew 14 weitere Konten. Auf einem davon postete er 13 Fotos seiner Ex. 58 Leute folgten dem Account, er selber folgte Tausenden.

Symbolbild

Instagram löschte die Accounts schließlich

Sie erfuhr immer erst durch Freunde oder Bekannte von den Fake-Konten, die diese durch Zufall entdeckten. Sie musste die Konten dann bei Instagram melden, ehe sie gelöscht wurden.

Am 21. August gab er dann bei der Polizei endlich zu Protokoll, was er getan hatte. Seine Begründen für die Aktionen waren, er wäre high gewesen, und wolle sich rächen. Nicht nur wegen des Beziehungsendes, sondern auch weil sie ihren Freunden angeblich selbst schon Nacktfotos von ihm gezeigt hätte. Eine Anschuldigung, gegen die sie sich wehrte.

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Die Tortur hinterließ seine Spuren. Ihre Angstzustände, die sie schon vor der Trennung hatte, hatten sich durch seine Taten erheblich verschlimmert, manchmal brach sie nach eigenen Angaben in der Öffentlichkeit in Tränen aus, wenn wieder ein Instagram-Konto auftauchte.

Symbolbild

In einem Gerichtsurteil wurde Andrew für seine Taten nun zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, wie das Online-Magazin "Liverpool Echo" berichtet. Außerdem muss er alle seine elektronischen Geräte abgeben. Zu guter Letzt wurde gegen ihn eine einstweilige Verfügung auf unbestimmbare Zeit erwirkt, die ihn endgültig von seiner Ex fernhalten soll.

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Quelle: Noizz.de