Jeder Mensch hat meistens schon eine oder mehrere Beziehungen hinter sich.

Die Gefühle, die man mit der anderen Person geteilt hat, sind längst verschwunden. Intime Fotos und Videos eher nicht.

Wenn ihr Glück habt, hat die „Ex“-Person alle Eurer Dateien gelöscht – so wie sie euch auch aus den Gedanken gelöscht hat. Mit weniger Glück, und das ist wahrscheinlicher, sind die Bilder immer noch irgendwo gespeichert.

Richtig blöd, wenn das Material auch noch an Freunde weitergeben wurde oder ihr plötzlich nackt im Netz auftaucht. Racheporno nennt man das.

Das Veröffentlichen solcher Bilder ist bis jetzt sehr einfach. Facebook- oder Messenger-App auf, geschlossene Benutzergruppe gegründet, Video rein, alles haben es. Das Drama ist perfekt. Bis jetzt.

Doch Facebook hat nun ein Tool eingeführt, um genau das zu verhindern. Sobald du ein Foto oder Video als „Nacktbilder von mir“ meldest, wird die Verbreitung direkt unterbunden.

So soll das neue Tool aussehen
Foto: / Facebook

Mark Zuckerberg, CEO und Gründer von Facebook erklärt das Tool: „Revenge Porn ist falsch und verletzend. Wenn du es uns meldest, werden wir jetzt künstliche Intelligenz und Bilderkennung nutzen, um zu verhindern, dass es auf unseren Plattformen weiterverbreitet wird.“

Eine private Facebook-Gruppe für US-Marines hatte Nacktfotos der eigenen Kameradinnen exessiv geteilt. Ein Mitglied der Gruppe „Marines United“ ging damit an die Öffentlichkeit. Darauf reagiert nun Facebook.

So sah eine Nachfolgergruppe der „Marines United“ aus
Foto: / Facebook

Das neue Tool wird auf Facebook, Instagram und Messenger angewandt. Vielleicht auch bald bei WhatsApp, ein Unternehmen, das Facebook aufgekauft hatte.

1. User können ohne Einwilligung gepostete Fotos melden.

2. Automatischer Bildvergleich bestätigt „Revenge Porn“ und verhindert die Verbreitung.

3. Speziell trainierte Facebook-Mitarbeiter managen das Tool. Partnerschaften mit Organisationen optimieren die Gesichtserkennung.

Für deutsche User mag dies für Verwirrung sorgen.

Ein Syrer hatte gefordert, dass ein Foto von ihm mit Angela Merkel gesperrt wird. Facebook Deutschland dementierte, dass es technisch möglich sei, so etwas zu tun.

Das neue Tool zeigt, dass es wohl doch geht.

Dennoch, der Schritt von Facebook ist wirklich wichtig, um gegen diese perverse Art der Revanche an verflossene Liebe vorzugehen.

Quelle: Noizz.de