Könnte ja noch besser werden!

Eine Haus-Party ist nur eine gute Sause, wenn mindestens einmal das Lied "Single Ladies (Put A Ring On It)" von Beyoncé gelaufen ist. Alle Mädels kreischen auf, rennen auf die improvisierte Tanzfläche und brüllen volltrunken bei "Put a ring on it" mit, während sie ihre Hände in die Höhe strecken und dabei ganz deutlich ihren Ringfinger zeigen. Der Wunsch mal zu heiraten, ist laut mehreren Studien gerade in der Generation Y wieder deutlich weiter verbreitet, als in anderen Generationen.

Wenn wir uns aber mal in unseren Freundeskreisen umschaut, dann sieht man vor allem ein großes Chaos: Die einen knutschen auf Studentenparty mit Fremden, die anderen haben sich gerade frisch aus der ersten Langzeitbeziehung getrennt und wieder andere überlegen nun schon seit Jahren, ob sie sich wirklich trauen sollen.

In einer Studie der US-Datingseite eHarmony kam jetzt heraus: Millennials sind tatsächlich vorsichtiger, wenn es um das Ja-Wort geht, als andere Generationen. Sie befragten über 2.000 Erwachsene, die schon verheiratet oder in Langzeitbeziehungen waren. Heraus kam, dass die Millennials deutlich länger brauchen, um sich für den großen Schritt zu entscheiden.

Zum einen, weil sie sich wirklich ganz sicher sein wollen, dass der Partner der oder die Richtige ist. Zum anderen, weil sie häufig das Gefühl haben noch nicht für eine Ehe bereit zu sein.

Durch die dauerhafte Möglichkeit einen anderen Partner kennenzulernen, durch Dating-Apps oder auch eine viel größere Mobilität (Flixbus und Billigfliegern sei dank), erweitern sich auch die Möglichkeiten für noch mehr Erfahrungen oder noch mehr Optimierung, auch was den zukünftigen Lebenspartner betrifft.

Gut scheint nicht mehr gut genug

Man muss wirklich erst durch jede Krise gegangen sein, jeden Fehler des anderen analysiert und abgewägt haben, bevor man sich wirklich für immer bindet. Laut der Studie heiraten Paare im Alter zwischen 25 und 34 Jahren durchschnittlich erst 6,5 Jahre nachdem sie sich kennengelernt haben.

Das ist im Durschnitt 1,5 Jahre später, als es in anderen Altersgruppen der Fall war. Vermutlich sind es genau die 1,5 Jahre, die wir mit Zweifeln und blöden Ausrutschern oder Beziehungspausen vergeuden, weil die Millennials einfach Angst davor haben, sich fest zu binden und zumindest in Sachen Beziehungen die Vielzahl an Möglichkeiten etwas einzuschränken. Und bis wir diese Angst nicht überwunden haben, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als weiter zu Beyoncés Songs zu tanzen.

Quelle: Noizz.de