Die Generation Y kommt einfach nicht zur Ruhe.

Eine neuer Bericht gießt Öl ins millennialische Feuer aus Sinnsuche und Depression: Wer zwischen 1981 und 1996 geboren ist, darf sich demnach im Vergleich zur vorangegangenen Generation X auf drastisch absteigende Gesundheit, gähnende Leere im Geldbeutel und vorzeitigen Einzug in den Sarg freuen. Jackpot! Laut dem Bericht, der am Mittwoch von dem US-amerikanischen Krankenkassenbündnis "Blue Cross Blue Shield" veröffentlicht wurde, könnten die Sterblichkeitsraten von Millennials verglichen mit Gen X im gleichen Alter um mehr als 40 Prozent steigen. Da vergeht mir glatt der Hunger auf mein Avocado-Toast.

Millennials sind zwar die größte, gebildetste und vernetzteste Generation überhaupt, gleichzeitig aber auch kränker, ärmer und depressiver als Gen X. Das wirkt sich auch auf die Wirtschaft aus: "Wenn das derzeitige Tempo des Abfallens millennialer Gesundheit unvermindert anhält, könnten die langfristigen Folgen für die US-Wirtschaft schwerwiegend sein." Alle Millennials, die sich jetzt fragen, was das für ihre "Work-Life-Balance" bedeutet, muss ich leider enttäuschen, denn das wird nicht direkt thematisiert.

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Welche Ursachen stecken hinter dieser Entwicklung? Nun, laut dem Bericht lassen sich frühere Aufwärtstendenzen in der Sterblichkeit, zuletzt in den späten 1960er und späten 1980er Jahren, auf spezifische Umstände wie (in den USA) den Vietnamkrieg, den Anstieg des Freizeit-Drogenkonsums und den Ausbruch von HIV/AIDS zurückführen (wow, wenn das mal keine besorgniserregenden Vergleiche sind). In der Analyse wird davon ausgegangen, dass die großen Unterschiede zwischen Gen Y und X auf die rasant anwachsenden Probleme mit unter anderem Depression, Hyperaktivität und Drogenmissbrauch zurückgeführt werden können.

Die Zahlen sind tatsächlich alarmierend: Die Raten von Depressionen und Hyperaktivität unter Gen Y stiegen zwischen 2014 und 2017 um 30 Prozent. Auch die Todesursachen von Millennials hängen damit zusammen: Im Vergleich zu Gen X sterben Millennials zwischen 30 und 39 Jahren wahrscheinlicher an einer versehentlichen Überdosis, Selbstmord und Mord als an Herzkrankheiten oder Krebs. Wenn die Gen Y nicht sowieso schon depressiv wäre, wäre sie es wahrscheinlich spätestens nach dieser Hiobsbotschaft.

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Quelle: Noizz.de