Schlagerstar Michael Wendler steht aufgrund seiner geäußerten Verschwörungstheorien nach wie vor in der Kritik. Nun zeigt er Reue, behauptet zumindest sein Management. Wie es mit Deutschlands neuem Aluhutträger weiter geht? Sogar CDU-Generalsekretär Ziemiak äußert seine Bedenken.

Meint der das ernst? Diese Frage haben sich wohl Millionen von Deutsche gestellt, als sie das Video von Michael Wendler auf Instagram gesehen haben. Der Reality-TV-Star kritisierte nicht nur die Bundesregierung, er zweifelte auch die derzeitige Corona-Pandemie an und verkündete seinen Ausstieg aus der DSDS-Jury.

Viele erklärten seine Karriere damit für beendet. Ob dem Wendler die Konsequenzen seiner Äußerungen bewusst waren, schien bisher unbekannt. Ist die Scham vielleicht zu groß, Fehler einzugestehen? Nun äußert sich sein Freund und Manager Markus Krampe zu den Vorfällen.

Michael Wendler und sein Manager Markus Krampe

Manager Markus Krampe äußert sich zum Wendler

Die beiden sind seit Jahren ein Team. Krampe schien von den Äußerungen des Wendlers aber selbst enttäuscht zu sein. Er war am Donnerstag erneut in der Late-Night-Show "Pocher - gefährlich ehrlich!" zu Gast und versuchte, die Angelegenheiten zu erklären: "Ja, ich habe schon den Eindruck, dass er viele Dinge bereut. Michael Wendler hat verstanden, dass der Angriff auf RTL ein großer Fehler war. Das ist nicht zu entschuldigen. Das hat er eingestanden."

Was der Wendler aber anscheinend nicht einsieht, ist die Absurdität seiner Verschwörungstheorien. Sein Manager hofft, dass er sich dafür in naher Zukunft entschuldigen wird. "Der Ball liegt bei ihm. Ich erwarte, dass da was kommt von ihm. Er muss jetzt selbst […] sagen, dass er was falsch gemacht hat", so Krampe weiter.

Paul Ziemiak

CDU-Generalsekretär Ziemiak äußert seine Bedenken

Ob der Wendler Einsicht zeigt, scheint unklar. Aktuell verbreitet er weiter krude Thesen auf seinem Telegram-Kanal. Mittlerweile macht sich sogar die Politik Sorgen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich zu dem neuen Aluhutträger geäußert. "Ich gehöre nicht zu denen, die Witze über Michael Wendler machen", sagte der 35-Jährige dem Portal "watson.de". "Ich mache mir Sorgen, wenn jemand in einer solchen Position mit entsprechender Reichweite und Verantwortung diese Dinge verbreitet und dadurch junge Menschen beeinflusst."

Ziemiak forderte, im Kampf gegen Fake News und Verschwörungstheorien bereits in der Schule mehr Wert auf Medienkompetenz zu legen. "Der erste Schritt wäre, Lehrerinnen und Lehrern Medienkompetenz noch besser zu vermitteln. Wir dürfen Lehrerinnen und Lehrer nicht allein lassen. Daraus muss dann informatorische Bildung in der Schule werden."

[Zusammen mit dpa / lcw]

  • Quelle:
  • Noizz.de