Zum heutigen Menstruation Hygiene Day wollen wir es uns nicht nehmen lassen, auch über die Menstruation zu sprechen. Wir machen das anhand eines Rankings: Hier sind die 25 bescheuertsten Synonyme für den Satz "Ich habe meine Tage".

Menstruation, weiblicher Zyklus oder seine Tage haben – für monatliches Bluten der weiblichen Bevölkerung gibt es viele Bezeichnungen. Die meisten davon sind wenig sachlich, denn: Menstruation ist noch immer mit Scham und Stigmata verbunden. Deshalb werden gerne Begriffe verwendet, die verniedlichen oder abstrahieren, nur damit sich Mann und Frau nicht damit befassen müssen, dass es hierbei um einen völlig natürlichen Vorgang handelt, der weder eklig ist, noch verheimlicht werden sollte.

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Menstruation ist kein Tabu!

Mit Stigmata und Scham befassen sich auch die Initiatorinnen des Menstruation Hygiene Day. Es wird aufgeklärt, gespendet und aktive Arbeit geleistet, um das Perdioden-Game weltweit auf ein besseres Level zu bringen.

Finden wir gut und stimmen mit ein: Wir haben für euch Begriffe zusammengetragen, die unseres Erachtens nach endlich abgeschafft gehören. Hier sind also 25 Synonyme für "Ich habe meine Tage" die ihr ab jetzt guten Gewissens aus eurem Sprachgebrauch werfen könnt:

  1. Erdbeerwoche
  2. Auf der roten Welle surfen
  3. Schmollwoche
  4. Bloody Mary
  5. Besuch von der roten Lola
  6. Die rote Armee kommt
  7. Das Baumwollkamel reiten
  8. Die rote Karte ziehen
  9. Rot auslaufen
  10. Im roten Meer schwimmen
  11. Zu Besuch sein auf Rotenburg
  12. Los Wochos
  13. In der roten Lounge abhängen
  14. Im Feuerwehrauto unterwegs sein
  15. Die rote Zora dahaben
  16. Ein Auslaufmodell sein
  17. Schwimmpause
  18. Die rote Schanze
  19. Rot sehen
  20. Die Russen sind da
  21. Das rote Farbband in der Schreibmaschine haben
  22. Ferrari in der Tiefgarage haben
  23. Die Maler in der unteren Etage haben
  24. Den roten Teufel freilassen
  25. Besuch von Tante Rosa aus Unterleibzig haben
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Vagina und Blut – sagt es doch einfach

Es geht offenbar sehr viel um Besuche, die man bekommt oder vermeintlich lustige Wochenbezeichnungen. Kreativ ist das Ganze allemal – das muss man sagen. Aber eines steht fest: Das Niveau ist in etwa so, wie wenn man sich nicht traut "Vagina" zu sagen, sondern anfängt mit verniedlichenden "Mumus" oder "Kätzchen". Warum es wichtig ist, dass wir die Dinge beim Namen nennen? Ganz einfach: Sprache formt Realität und vor allem Selbstbewusstsein. Wenn Frauen also das Gefühl haben, sie müssten von "den Malern in der unteren Etage" sprechen, statt zu sagen, dass sie menstruieren, festigt sich das Gefühl, dass die Menstruation ein Tabu ist.

Auf diesem Bild zu sehen: Eine Katze. Nicht auf dem Bild zu sehen: Eine Vagina.

Daher geht unser Appell raus an alle da draußen: Vaginas bluten einmal im Monat. Sprecht es aus – man glaubt gar nicht, wie frei man sich fühlen kann, wenn man die Dinge einfach beim Namen nennt.

  • Quelle:
  • Noizz.de