Es lässt die Allergie aber nicht komplett verschwinden.

Wer hat ihn nicht – diesen einen Freund, wegen dem niemand Erdnussflips mit auf die Klassenfahrt nehmen durfte und der gefühlt schon nur beim Wort "Erdnuss" Atemnot bekommt. Damit könnte bald Schluss sein. Denn in den USA wird vielleicht bald ein Mittel zugelassen, das Betroffene vor einem allergischen Schock schützt. Und es ist ein wirklich krasser medizinischer Fortschritt: Denn es wäre das erste prophylaktische Mittel gegen Schocks, ausgelöst von einer Erdnussallergie.

Die Erdnuss, die ja eigentlich gar keine Nuss ist (Klugscheißer-Alarm), gehört für Allergiker zu den gefährlichsten Lebensmitteln überhaupt: Schon eine Berührung kann einen allergenen Schock auslösen kann, der sogar tödlich enden kann, wenn die Atemwege betroffen sind und nicht schnell genug Hilfe kommt.

Das neue Mittel ist für die sogenannte "Hyposensibilisierung" gemacht, das heißt, die Allergie bleibt, der Körper lernt nur, besser damit fertig zu werden. Es bedeutet also nicht, dass Allergiker bald einen Snickers nach dem anderen futtern können, sondern, dass es bei geringen Mengen des Allergens nicht zu einem anaphylaktischen Schock kommt.

Vor neun Monate war eine Studie zu dem Medikament herausgekommen, bei der es an Kindern und Jugendlichen getestet wurde. Laut dem "New England Journal of Medicine", konnten die getesten Personen, hauptsächlich Kinder, bis zu zwei Erdnüsse essen, ohne einen krassen Schock zu bekommen. Das klingt wenig, ist für Erdnuss-Allergiker aber enorm viel: Sie reagieren sonst schon auf Spuren im Mikrogramm-Bereich.

Jetzt bleibt nur noch eine Frage: Wer zum Teufel lässt seine allergischen Kinder für eine Studie Erdnüsse snacken?

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Quelle: Noizz.de