Ist das abartig!

Eier, Linsen und Bohnen — arabisches Essen ist häufig besonders eiweißreich und stinkt beim Furzen höllisch! Das mussten die Passagiere an Bord eines Fliegers von Dubai nach Amsterdam jetzt auf brutale Weise selbst riechen.

Denn ein Gast hatte auf dem Flug aus den Arabischen Emiraten so schlimme und besonders stinkende Blähungen, dass der Flieger in Österreich sogar eine Zwischenlandung einlegen musste.

Dicke Luft über den Wolken

Am Sonntag (11. Februar) hob die Maschine der niederländischen Airline „Transavia“ in Dubai ab. An Bord bekam einer der Passagiere dann fürchterliche Blähungen. Andere Gäste bemerkten das und beschwerten sich lautstark bei den Stewardessen.

Der Streit zwischen den Fluggästen eskalierte so sehr, dass sich sogar der Pilot einschalten musste. Allerdings waren die jungen Männer, die in der Nähe des stinkenden Gastes saßen, laut der Airline nicht mehr zu bremsen.

Der Pilot sah sich gezwungen, die Maschine in Wien notzulanden. Die Polizei nahm dort zwei junge Männer und zwei Frauen in Gewahrsam. Der furzende Fluggast durfte sitzen bleiben und seine Reise in die Niederlande fortsetzen.

In einem Interview mit der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ beschwerte sich eine der rausgeworfenen Passagierinnen jetzt: „Es ist eine schockierende Erfahrung. Wir haben nun einen Anwalt eingeschaltet“, sagte die Jurastudentin aus Rotterdam der Zeitung. Sie kenne die Unruhestifter gar nicht, die mit ihr aus dem Flugzeug geworfen wurden!

Ob der Trubel um die Flatu.. äh.. Turbulenzen berechtig war? Britische Wissenschaftler der Universtät in Exeter, England, haben erst Ende letzten Jahres ein Studienergebnis präsentiert, dass für das schnüffeln von Fürzen spricht: Laut ihnen sei es gesund, zumindest die Pupse des Partners zu inhalieren (NOIZZ berichtete). Ob das auch für die Fürze von Fremden gilt?

Die Airline wies die Anschuldigungen der Jurastudentin übrigens zurück: „Das ist völlig inakzeptabel“. Ein Sprecher erklärte gegenüber „De Telegraaf“: „Unsere Crew muss für Sicherheit sorgen.“ Damit es nicht nochmal zu einem ähnlichen Vorfall kommt, haben die vier Gäste jetzt ein dauerhaftes Flugverbot bei der Billig-Airline.

Furzen im Flieger ist normal

Flatulenzen über den Wolken sind übrigens keine Seltenheit. In einem Interview mit Travelbook erklärte Gastroenterologe Dr. med. Mathias Strowski, dass unser Körper im Durchschnitt 1,5 Liter Gase am Tag produziert. „Die meisten Gase gelangen durch die Darmwand ins Blut und werden weiter in der Leber abgebaut und durch die Lunge ausgeatmet“, erklärt der Gastroenterologe, „alle Gase, die so nicht abgebaut werden können, müssen dann als Pups den Körper verlassen.“

Durch den geringeren Luftdruck ändern sich die Verhältnisse im Flieger allerdings: Dazu kommt der Mangel an Bewegung, sodass sich die Darmgase zusätzlich ausdehnen und man „wie ein Ballon aufgeblasen“ wird.

In einer Studie haben britische und dänische Wissenschaftler ebenfalls belegt, dass es im Flugzeug durch den Druckunterschied vermehrt zu Blähungen kommt. Sie rieten dazu, den Gasen einfach freien Lauf zu lassen.

Quelle: Noizz.de