Das britische Model Kadeeja Khan erzählt NOIZZ, was sie an der Sache besonders stört.

Eigentlich würde man doch denken, dass sich die moderne Modelandschaft schon sehr gemausert hat aus einer intoleranten Vergangenheit der Perfektionssucht. Es gibt Curvy Models, Models ohne Beine, Models mit Pigmentstörungen, Models ohne Geschlecht – und jetzt sind wir im Jahr 2018 angekommen und müssen uns immernoch über so etwas Banales wie Pickel unterhalten? Geht’s noch?

Genau das dachte sich auch Beauty Bloggerin Kadeeja Khan, als sie vor zwei Wochen diese E-Mail von L'Oréal erhielt:

„Wir können das Shooting mit dir nicht bestätigen. L'Oréal kann nicht mit Menschen mit Hautproblemen in Verbindung gebracht werden.

Für die 21-jährige Kadeeja zerplatzt damit ein kleiner Traum. Ein Shooting in Paris war geplant, für eine vegane Haarfärbung.

„Das hat wirklich weh getan. (…) Es gibt mir das Gefühl, dass ich für dieses Business erst gut genug bin, wenn ich perfekt bin“, erzählt die Betroffene der Tageszeitung Sun.

L'Oréal scheint das nicht groß zu stören. Sie kommentieren, es handelte sich bei der Kontaktaufnahme mit Kadeeja um ein „Missverständnis“. Als würde mit ihr irgendetwas nicht stimmen.

Kadeeja hat mit NOIZZ gesprochen – über ihr Problem mit der ganzen Beauty-Industrie:

Kadeeja sagt: "Die Industrie sollte nicht nur die perfekten Mädchen benutzen, um ihre Produkte in Szene zu setzen. Ich finde, sie sollte mehr Aufmerksamkeit auf die Realität setzen und seinem Publikum zeigen, wie echte Menschen aussehen. Es ist schwierig, sich mit jemandem zu identifizieren, der nur noch aus Photoshop besteht."

Das Bild, das Kadeeja vermittelt, soll ganz anders aussehen. Selbstbewusst sein und sich gegenseitig unterstützen – das will die junge Britin ausstrahlen!

Quelle: Noizz.de