Mittlerweile wurde der „Fehler“ behoben ...

Stell dir vor du bist homosexuell. Wahrscheinlich war es nicht besonders easy, dich vor deinen Freunden zu outen. Bei deiner Familie war es vielleicht noch viel schlimmer. Womöglich musstest du dir schon homophobe Sprüche gefallen lassen. Möglicherweise leidest du sogar unter deiner Sexualität – und dann wird dir auf Facebook Werbung für eine Therapie angezeigt, die Homosexualität heilen soll. WTF?

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Geht gar nicht! Ganz klar. Laut „The Telegraph“ sind aber genau solche Online-Reklamen jungen Menschen der LGBT-Community in ihrem Facebook-Newsfeed ausgespielt worden. Es sei „sexuelle Reinheit“ beworben worden. Ein Video habe „Homosexualität war meine Identität“ getitelt.

Alistair Ryder, ein junger schwuler Mann, berichtete gegenüber der Zeitung von seiner Erfahrung. Er scrollte durch seine Timeline, als ihm eine Anzeige für eine Anpassungs-Therapie ins Auge stach: „Ich finde, es ist verantwortungslos von Facebook solche Werbungen überhaupt zu erlauben.“ Mit der negativen Auslegung quäle man schwule Männer mit psychischen Problemen.

Facebook reagierte bereits auf die „missglückten“ Werbemaßnahmen. Die Anzeigen landeten angeblich versehentlich im Newsfeed der User. Der Grund: ein Fehler im Algorithmus des Facebook-Mikro-Targeting. Dass solche Werbung überhaupt nicht im Netz landen sollte, wurde nicht adressiert.

Unternehmen können auf Facebook mit ihren offiziellen Accounts Werbeanzeigen schalten. Dabei haben sie die Option die Zielgruppe zu definieren und einzuschränken. Zu den Auswahlmöglichkeiten gehören nicht nur Dinge wie Geschlecht, Alter und Wohnort. Auch die sexuelle Orientierung kann angeben werden. Außerdem wird beachtet, für welche Themen sich die User, die erreicht werden sollen, zuvor in Form von Likes interessiert haben.

  • Quelle:
  • Noizz.de