Nicht nur in Deutschland gibt es Unmut über das neue Gefährt.

Jeden Tag neue News zu E-Scootern – na ja, meistens geht es darum, wie schlecht sich E-Scooter-Fahrer benehmen (zum Beispiel fahren sie besoffen durch München) oder wie schwere Unfälle sie bauen (schwere Knochenbrüche inklusive). Der ADAC hat sich zu Wort gemeldet und verlangt breitere Radwege, die Allianz verlangt Klarheit in Sachen E-Scooter-Unfälle. Selbst ein Ministerpräsident hat sich zu dem Thema schon zu Wort gemeldet: Stephan Weil, Regierungschef von Niedersachsen, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bewege mich gerne, deshalb ist ein E-Scooternichts für mich." Aha.

Jetzt melden sich die Letten zu Wort – in Form ihrer liberalen Tageszeitung "Diena". Am Montag zeichnete diese in Anbetracht der letzten E-Scooter-Nachrichten ein düsteres Bild von der mobilen Zukunft Europas. Es fallen Vokabeln wie "Tsunami", Chaos" und "Apokalypse":

"Die vor einem Jahr in Europa einsetzende Welle an E-Scootern hat sich in diesem Sommer in einen Tsunami verwandelt. Das Überangebot in einigen Städten, die mangelnde nachhaltige Nutzung und ein Chaos bei den Nutzungsbedingungen lassen Stimmen lauter werden, nach denen schon bald die E-Scooter-Apokalypse einsetzen wird, wenn nicht dringend etwas unternommen wird, um die Nutzung dieses relativ neuen Gefährts zu regeln."

Hm. Kommt vielleicht auf die Stadt an? In Tel Aviv (okay, nicht Europa) und Amsterdam funktioniert das mit den E-Scootern unserem Vernehmen nach sehr gut. Aber dort sind die Leute halt auch viel entspannter – was am guten Wetter und gutem Weed liegen könnte ...

ml

Quelle: Noizz.de