Was sollen die Armen nur ohne den anonymen Messenger-Dienst machen?

Die meisten von uns kennen den Messenger Kik entweder von Jodel ("Biste W, haste Kik?" ist dort der romantischste Anmachspruch) oder vom Ticker unseres Vertrauens. Doch beide dieser Nutzer-Gruppen werden sich bald Alternativen suchen müssen – denn am Dienstag dem 24. September gab Kik-CEO Ted Livingston bekannt: Kik wird es schon bald nicht mehr geben.

Als Grund nennt er den aktuellen Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsichtsbehörde. Der Vorwurf lautet, Kik habe zwischen Mai und September 2017 eine Kryptowährung namens "Kin" verkauft, ohne diese Währung vorher bei der Behörde zu registrieren. 10.000 Investoren weltweit kauften für insgesamt 100 Millionen US-Dollar die Währung ein, bis sich die Behörde einschaltete und eine Klage gegen die Firma veranlasste.

Kik erklärte nun, sich ergeben zu wollen im Angesicht eines Rechtsstreits, den sie nicht mehr zu gewinnen vermochten.

Um weiter bestehen bleiben zu können, würde die Firma deswegen die Messenger-App "Kik" schließen. Ihre letzten Ressourcen wollten sie den Neu-Aufbau ihrer Kryptowährung "Kin" stecken. 

Kik ist einer der größten Apps in den USA. Weltweit nutzen Millionen von Menschen den Messenger, in dem man praktischerweise anonym unterwegs sein kann. Doch was werden nun Jodel-Nutzer nehmen, um Privatnachrichten zu verschicken? Wie werden Ticker safe kommunizieren können? Die Zukunft bleibt ungewiss. 

>> Whatsapp kündigt neue Funktion an – und wird von Telegramm gedisst

>> Studentin wird im Bus-Gepäckraum eingesperrt – und bittet Jodel um Hilfe

Quelle: Noizz.de