Wir hatten das bisher angenommen ...

Das Sommersemester ist die coole Schwester vom langweiligen Wintersemester. Endlich kommt man im Hellen nach Hause, kann die Sonne genießen – und hat viel länger frei. Aber: Stimmt das eigentlich? Ist das „SoSe“ so viel kürzer als das „WiSe“?

Die Antwort lautet: Na ja.

Im Sommersemester könnt ihr euch vor Feiertagen kaum retten: Ostern (14.–17. April), Tag der Arbeit (1. Mai), Christi Himmelfahrt (25. Mai), Pfingsten (5. Juni), einige Bundesländer bekommen noch Fronleichnam (15. Juni) dazu. Aber: Ostern fällt meist aus der Rechnung, viele Unis fangen erst danach mit den Vorlesungen an. Das Ende der Vorlesungszeit ist bei den meisten Unis am 28. Juli, macht in der Summe also 66 bis 70 Uni-Tage netto.

Im Winter ist es hingegen nur eine Woche mehr. An den meisten Unis starteten die Vorlesungen des Wintersemesters am 17. Oktober und endeten am 11. Februar. Macht mit der Unterbrechung an Weihnachten und dem Feiertag an Allerheiligen (1. November) 75 Tage.

Eine besondere Situation hat die Uni Mannheim zu bieten: Hier dauert das Sommersemester eine Woche länger als das Wintersemester! Sie ist laut eigenen Angaben die einzige staatliche Hochschule in Deutschland, die ihre Vorlesungszeiten „international kompatibel“ gemacht haben. Das Sommersemester beginnt am 1. Februar (also quasi im Winter), das Wintersemester am 1. August. Kein Wunder, dass die Uni ihre Semester auch „Frühling-“ und „Herbstsemester“ nennt.

Und was sollen eigentlich die Studis der Fachhochschulen sagen? Ihr Semester geht früher los und dauert länger, netto haben sie etwa zwei Wochen mehr Vorlesungen als Universitäts-Studierende. Im Winter- und im Sommersemester.

Quelle: Noizz.de