Es gibt nicht nur die Kardashians und Cat-Content, sondern auch Tiefes und Hilfreiches.

Instagram kann ein einschüchternder und deprimierender Ort sein, weil sich unsere Realität oft drastisch von den optimierten, mit Filtern unterlegten Selfies unserer Lebenshöhepunkte unterscheidet.

Viele meiner Freunde deaktivieren die App regelmäßig, weil sie Inhalte darauf triggern und sie sich immer schlechter fühlen, wenn sie stundenlang durch den Feed scrollen und ihnen scheinbar nur glückliche, schlanke, super beschäftigte Leute in die eigene schwarze Seele schauen, die jedes Familienfest harmonisch feiern, beliebt, aber zugleich tief verbandelt mit BFFs sind und dabei weder an prämenstrueller Depression, noch unter anderen mentalen oder emotionalen Struggles zu leiden scheinen.

>> Instagram soll das gefährlichste soziale Netzwerk sein

Es war aber auch ein Post auf Instagram, der mir einen Grund geliefert hat, die App nicht zu löschen. Da stand damals sinngemäß: Wenn Postings von einem bestimmten Profil dafür sorgen, dass du dich scheiße fühlst, dann entfolge dem verdammten Account!

Seitdem drücke ich konsequent auf dem Unfollow-Button und vermisse, genau: nichts.

Für mich ist Instagram mittlerweile ein Tool, das ich benutze, um Dinge zu teilen, die mich begeistern. Mein Feed ist nicht belastend, er baut mich auf. Obwohl Instagram immer das soziale Netzwerk ist, das laut Studien für psychische Probleme sorgt, habe ich gerade zum Thema Mental Health super viel Input gefunden, der mir hilft. Und zwar von Therapeuten!

Gerade im englischsprachigen Raum nutzen viele Psychologen Instagram, um über Mental Health aufzuklären, und liefern gleichzeitig kostenlose Tipps, die zusätzlich zu einer Therapie helfen können, besser mit den eigenen psychischen Problemen umzugehen und belastende Zeiten besser durchzustehen.

Natürlich ersetzt kein Instagram-Account dieser Welt eine fachkundige ärztliche Behandlung.

Kein Posting der Welt ersetzt das Gespräch mit einem Profi. Aber das soziale Medium erleichtert echt den Zugang zu vielen, manchmal schwer verdaulichen Themen. Und mal ehrlich, zwischen Katzen-Content und Kardashian-Ärschen auch mal auf die eigene Seele zu schauen – mit nur ein paar Swipes –, schadet niemandem.

Falls du deinen Feed auch mit Sinnvollem füllen willst: Hier folgen 13 Accounts, die ziemlich klug und tiefgreifend Fragen über Sex, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Borderline und Co. beantworten.

1. @_drsoph

Oh, Dr. Soph. Ich glaube, keine Therapeutin hat mich auf Instagram so positiv in ihren Bann gezogen wie Sophie. Sie arbeitet als Psychologin, Life-Coach und Yoga-Lehrerin in UK, bietet aber Therapie via Video-Anruf an (aktuell mit einer Wartezeit von drei Monaten Minimum für neue Patienten). Sie arbeitet mit der App "Happy, Not Perfect", die eine Empfehlung für sich ist. Sie postet sehr inklusiv, nimmt Rücksicht auf die verschiedenen sexuellen Präferenzen und Hintergründe ihrer Follower.

We spend so long showing the world the parts of ourselves we think they want to see. The parts of ourselves we think will make us more lovable and acceptable. We do this because we are bombarded by messages all day and everyday that tell us who we should be, what we should look like, what we should act like. We do this because these messages (either explicitly or implicitly) tell us that it is unacceptable (dangerous even) to be different or ourselves. The problem is that hiding who we really are leads to pain, anger, fear, exhaustion and so many other experiences. It often isn't until we can integrate all the parts of who we are that we can really feel whole. So... I am here to tell you... I am interested in all the parts of you. I am also interested in the bits you want to show and even more so in the bits you hide from the world. You never have to tell me or show you these parts of yourself if you don't want to. But I just want to let you know... That in this space... You can be you. You can be all your parts. You can be safe. You can be away from the messages of what is acceptable. You can shed the facade you wear and the front you put up. I am here for all of you. . .. . .. . .. . Image description: woman (drsoph) holding hand written sign saying : I am interested in the parts of yourself that you show to the world. I am more interested in the parts you don't. Dr soph. . .. . #showyourself #personalbrand #itsokyobeyou #vulnerability #iamheretolisten #therapistsofinstagram #womensupportingwomen #therapistthoughts #psychologymadesimple #hereforyou #psychologistsofinstagram #bettertogether #drsoph

Ihre kurzen IGTV-Videos zu Problemen, mit dem inneren Kritiker, dem Imposter-Symndrom oder Liebeskummer helfen in nur wenigen Minuten, sich weniger hilflos und allein zu fühlen. Promise! Ihr Trick gegen Grübelschleifen hat mir zum Beispiel sehr geholfen.

Sie spricht auch über soziale Angst, Prokrastination und selbstzerstörerisches Verhalten. Und ihre kleinen bunten Notizzettel mit No-Bullshit-Reminders – Gold wert.

Hier findest du auch ihre Website und ihren Blog.

2. @mattzhaig

Matt Haig weiß, wovon er spricht. Erst kürzlich hat er die negativen wie positiven Meilensteine seines psychisch bewegten Lebens auf seinem Instagram-Profil geteilt. Darunter ein Selbstmordversuch, aber auch ein Bestseller. Damit beweist der Advokat für Mental Health, dass es wirklich besser wird. Egal, was du und ich oder Menschen, die du kennst, gerade durchmachen – es ist machbar.

Selbst Herzogin Meghan Markle ist Fan von Matt Haig. Männer feiern ihn, weil er mit dem Stigma bricht, dass nur Frauen sensibel und verwundbar sind und Hilfe brauchen.

Mir gefallen vor allem seine Posts über Anxiety, FOMO (Fear of Missing Out) und Außenseitersein.

Außerdem kann ich sein Buch "Reasons to Stay Alive" empfehlen.

3. @drthema

Dr. Thema ist der Insta-Account von Dr. Thema Bryant-Davis. Die Psychologin ist auch Autorin und hat einen eigenen Podcast. Ihr Fokus liegt auf Frauen und Generations-Trauma. Ihr Ansatz ist auch mal spiritueller Natur.

Bei fast jedem ihrer Posts will ich laut "YAS" schreien, so sehr nagelt sie die wichtigen Themen auf den Punkt. Ihre Erkenntnisse bereichern mein Leben jetzt schon länger – du kannst auch profitieren. Hier findest du Dr. Themas Website und den Link zu ihrem Soundcloud-Podcast.

4. @yourdiagnonsense

@yourdiagnonsense ist der Instagram-Account von Todd Baratz.

Der Beziehungs- und Sextherapeut hat seinen Sitz in New York. Auf seiner Website schreibt er, dass Wissen über Sex und die Kompetenz, erfüllende und funktionierende Beziehungen jeglicher Art zu führen, mindestens genauso wichtig ist wie Mathematik.

Do you eat your favorite meal every night? Do you have the same type of evening everytime you go out in search of fun? No! Nobody does. .. .. But when it comes to sex, most people are just doing the same few things over and over again - pun intended. In and out, in and out. Sex isn’t any different from food, fun, or relaxation yet most of us develop a sexual repetoir and routine that is obsessive and rigid. Sex, something that requires excitement and fun then becomes boring, predictable, and dissociative. .. .. Find something that works and pursue that - if that’s fun and pleasurable. But I will guarantee you that at some point it might get old, parts may not work, and you will be left not knowing what to do. Is this bad - absolutely not but you might be missing something. Enter erotic boredom, disinterest, and a lack of desire. .. .. You don’t need to have sex with 30 different people in order to be creative. You also don’t even need to penetrate something. .. .. Approach your sex life like you would food. Try new things! Switch it up. Take risks. You never know what you might find hot unless you try it. .. .. This is what I suggest.. .. .. Partnered sex....Make a list of 5 things that you enjoy. It can be anything from penetration to kissing. Then make a different list of 5 other experiences that you’re are curious about. This could be anything from mutual masturbation to dirty talk. Then be intentional about doing 1 from each list with your sexual partner(s). Be intentional about exploring with your partner. .. .. Solo sex..Masturbate and touch yourself all over and everywhere in your home. Switch up the room. Mastrubate without the goal of orgasm. Look at yourself in the mirror. Watch porn. Don’t watch porn. Experiment with lube. Use toys - ahem look at the giveaway why do you think im doing it! .. .. Switch it up. With yourself. With your partners. Give yourself permission to be more curious about your body and sexuality. And let me know how it goes. @chiaraliki.art

Todd Baratz definiert seine Sexualität selbst als schwuler cis-Mann, spricht sich für mehr Sicherheit für Menschen aus der queeren Community aus. Außerdem ist er im Umgang mit Fetisch ausgebildet. Baratz bietet Einzel-, Paar- und Sex-Therapie an und hat gerade seinen Youtube-Account gestartet.

Die Optik hat mich sofort angezogen – die Postings kommen in Knallfarben daher. Die Illustrationen sind der Hammer. Die Captions sind oft sehr lang, sehr treffend und sehr hilfreich und brechen spielerisch mit Tabus und Stigmata – beides liegt leider immer noch schwer auf Themen wie sexuelle (Selbst-)Befriedigung und psychischer Gesundheit.

Porn is not the enemy! Groups like, Fight The New Drug have rebranded porn as a addictive drug that has created a public health crisis. Slogans like, “porn kills love” and “porn harms the family” are the exaggerated fear mongering campaigns they market. .. .. Why are we singling out porn out as the causal factor to developmental, relational, and sexual challenges? Porn for sure has limitations that create challenge BUT correlation isn’t causation (something simple that I thought we all learned in 9th grade). Just because people are using porn doesn’t mean that it is the porn itself that is causing problems. .. .. We fear sex and particularly NONNORMATIVE sexual expression. Whether that is desexualizing children by withholding sexual information/education, criticising specific types of porn/kink/sexual acts or pathologizing the time and frequency spent having solo or partnered sex. This is more HARMFUL THAN PORN. Porn is not new; there are porn hieroglyphics! It’s been around since 7200 BCE!!! Pompei is filled with erotic sculptures! .. .. If you want to be antiporn then you also have to be antimedia. Porn is entertainment. Just like reality tv and yes EVEN “NEWS.” If you want to end porn then shut down magazines and all the tv networks. If someone spends an entire day watching the Kardashians will you pathologize that? If one is saying porn is harmful then the Kardashians should be thought of as no different. Why is that we condone binge watching reality tv and condemn ongoing masturbation marathons? .. .. We HAVE TO THINK MORE CRITICALLY ABOUT EVERYTHING. I’m not saying porn is amazing. It’s not. It has significant limitations. But those limitations are present in all forms of media. The only difference is the content - it’s sexual. Saying that porn is all bad contributes to a type of polarization around sexuality that creates disempowerment and shame. Let’s broaden the convo mk? #porn #sextherapy #love #culture #relationships #mentalhealth

Der Look seines Feeds ist ein neon-pinkfarbener, knallig-orangfarbener, sonnig-gelber Postkarten-aus-den-Achtzigern-Traum. Er spricht die Dinge explizit aus. Ich feiere seine Pro-Masturbations-Haltung:

May is masturbation month! I’m ALWAYS talking about it in sesh. Most have a value system with varying levels of timidity at best and shame at worst. I get questions like, “I masturbated for hours Am I addicted?” .. .. Masturbation is an CORE part of your sexual health. Masturbation provides a roadmap for what is arousing and what is needed for orgasm. It is the counter-narrative to what occurs within a relationship – LTR or NSA. It is not burdened by emotional/relational pressure to be vulnerable or provide someone else with pleasure. It’s JUST you and that is safe. .. .. It is the most empowering interaction we have with our body; it is a place of self-pleasure, self-soothing, and sexual independence. IT IS SELF-CARE! It is a stress reliever, trauma healer, cervical infection and UTI preventer, full body entertainTment, and a tool to enhance body positivity and sexual comfort. .. .. If you don’t masturbate there is probably a MAJOR reason why you DON’T so start there. Is it about history? Religion? Shame? Trauma? Why? Develop meaning and then experiment. Start with low-key touching. It isn’t a race remember you get to set the tone. Seduce yourself! Light candles, play music, run a bath, watch porn or do whatever it is that floats that boat. .. .. We are relational beings and part of an intimate relationships is sex. If you want to have good sex then at some point you will need to become better acquainted with your body ALONE. Masturbation essentially provides you with a map to your body. If you don’t know how to get yourself off then you won’t be able to tell your partner. It’s also something important to do while IN a relationship. It is a reminder that you hold the keys to your pleasure – not your partner. You can even masturbate together! There isn’t a right amount of time/duration that you should masturbate. However, I would encourage that you do it regularly and intentionally. Focus on the pleasure and eroticism that arises when you do it. #selfcare #masturbation #sex #eroticism #art #love #relationships #nyc #la #travel #arousal #pleasure #gay #therapy #sextherapy #sexed #wellness #selfhelp #happy #beauty

Todd Baratz lockert das auf und eröffnet Diskussionen, die so nah am Alltag von uns sind, ohne dass man sich schämen muss. Seine Tipps (zum Beispiel das Sex-Menü) haben meine Lebensqualität definitiv gesteigert. Must read!

5. @millennial.therapist

Der Instagram-Account und die Website von Sara Kuburić sind absolut sehenswert.

Die Therapeutin aus Kanada bietet Online-Therapie ab 19 Jahren an und ist spezialisiert auf die Therapie von Trauma und Missbrauch, Identität, Beziehungen, neuen Lebensabschnitten und Angstzuständen.

Also, wer da nicht mindestens eine Sache von fühlt, lebt als Stein, sorry.

Sara Kuburić erstellt schöne, cleane Übersichten, zum Beispiel dazu, mit welchen konkreten Sätzen du jemanden am besten unterstützen kannst, der dir von seinen mentalen Problemen erzählt oder einfach gerade eine sehr schwierige Zeit durchmacht:

You're welcome. And thanks Sara!

6. @mastinkipp

Mastin Kipp ist eine heftige Empfehlung für alle, die sich schon eingelesen haben in Trauma und Therapie und tiefer gehen wollen als die sonst auf Instagram gezeigten Strategien.

Der selbsternannte Functional Life Coach und Buchautor geht gerne dahin, wo es richtig wehtut, und fährt einen ganzheitlichen Therapieansatz. Er bildet auch Gleichgesinnte aus – über seine Website erfährst du mehr.

Seine Haltung: Er will Betroffenen helfen, sich selbst zu helfen, und geht dafür nicht nur auf die mentale und emotionale Ebene ein, sondern auch auf die Bio-Chemie und das Körpergedächtnis.

7. @lisaoliveratherapy

Lisa Olivera ist lizensierte Ehe- und Familientherapeutin. Die Praxis sitzt in Berkeley. Sie nutzt Techniken wie Achtsamkeit und Verhaltenstherapie, Familienaufstellung und ähnliches.

Auf ihrem Account teilt sie Tipps zum Beispiel dazu, wie man sich bei Liebeskummer selbst trösten kann, welche Fragen man sich selbst stellen sollte, bevor man anderen unaufgefordert Ratschläge erteilt, und Erste-Hilfe für Momente, in denen einen die eigenen Gefühle maßlos überfordern.

None of us are able to be supportive 100% of the time. Similarly, no one is able to be supportive of us 100% of the time. Understanding this creates so much more room for us (and others) to not feel pressured to be everything to everyone all the time, but we often attribute it to someone not caring, not wanting to help, or being unsupportive. The truth is that even when we *want* to be supportive, we have our own lives. We have our own hard days and our own lack of sleep and our sickness and own worries and our own stuff, whatever it may be. Sometimes, our own stuff makes it really challenging to be supportive in certain moments. And this is okay. When we allow ourselves to communicate what we're able and not able to do, we give ourselves the chance to take care of our needs so we can fully show up when we're able to. When we allow others to express when they don't actually have space to hold for us, we create more freedom in the relationship and we avoid pressure, resentment, frustration, and disappointment. When someone needs support, I encourage you to check in and ask yourself if you're really able to support them in the way they need. If you're not, maybe it's okay to say so. Similarly, when *you* need support, I encourage you to make sure the person you're seeking support from is available and able to support you. If they aren't, you have an opportunity to seek out support that meets you where you're at, which is usually what we actually need. Expressing our needs and holding boundaries around what we do and don't have space for creates honesty and open communication in relationships, and it allows us to know it's okay if we simply don't have it in us in every given moment. It allows us to let that be okay in others, too. Thoughts to chew on. Note: there will be occasions where we have to offer support, even if we don't have the bandwidth to (I think of parents as a huge example when I say this!). This is simply a reminder to check in around what your patterns are and to get curious around how you might be able to recognize when you do and don't have the ability to fully show up. ✌🏻

Ich liebe besonders ihre Bingos zum Ausdrucken:

Aber auch ihre simplen Gegenüberstellungen haben mir mit ein paar Fragen sehr geholfen:

What do you tell yourself that might be keeping you in a box, holding you hostage, or stopping you from growth? What do you name as a fact that might actually have some flexibility? What phrases or beliefs do you find yourself repeating over and over again? Where did you learn these phrases or beliefs? When did they start? Who validated them for you? How do they show up in your life, and when do they become the most loud? How long have you been carrying them? How heavy are they? Do the beliefs or phrases you tell yourself help you or hurt you? Do they support you or hinder you? Do they make room for what's possible or do they limit possibility? Do they feel nourishing or diminishing? What would it feel like to practice shifting your limiting phrases to expansive ones? How would it impact you to notice when the limiting phrases or beliefs pop up, and to interrupt them with phrases that make more room for something *else* to be true? How might it support you in getting to wherever you may be trying to go? Questions to consider. Happy Thursday, friends. 🌷 . *Note: we *all* experience limiting phrases from time to time. The most "healed" people still run up against these phrases and thoughts. They don't go away. This isn't a push to only experience expansiveness, but simply an invitation to explore what it might feel like to begin noticing and shifting the thoughts, phrases, and beliefs that might not actually be true and aren't helping you move forward. Another note: you'll notice that expansive phrases aren't necessarily falsely positive, but simply create more space. When we have more room for possiblity, we are empowered. ✌🏻

Lisa Olivera hat aber auch einen schlauen Artikel darüber geschrieben, dass Instagram natürlich keine Therapie ersetzt, warum es aber trotzdem klug ist, Hilfe auch als Ergänzung via Instagram anzubieten. Auf ihrer Website kannst du sie kontaktieren.

8. @mindfulmft

Vienna Pharaon ist lizensierte Familien- und Ehetherapeutin und just for your interest: Ihr folgt sogar Kult-Fußballer Lukas Podolski. Lel. Mentale Stärke hilft halt auch im Sport, schon klar. Sie bietet neben Sitzungen auch Retreats und Workshops über ihre Website an.

Vienna Pharaons Instagram-Account ist gespickt mit getesteten Ratschlägen für die Irrungen und Wirrungen der Liebe, die Basis einer guten Beziehung auf Augenhöhe und eine etablierte Streitkultur mit Partnern.

9. @findyourshinetherapy

Ein Therapeutinnen-Kollektiv rund um die Therapeutin Jaime Castillo versorgt auf dem gemeinsamen Instagram-Account die virtuelle Welt mit #kindlittlereminders, die ich liebe.

Es geht um Kindheitstrauma, schwierige Beziehungen, Selbstfürsorge und Zwischenmenschliches. Also wieder eine breite Palette von Themen, die dich und mich beschäftigen und womit wir manchmal heillos überfordert sind. Hier findest du Tipps.

10. @mswjake

Der Autor und Therapeut Jake Ernst hilft seinen Klienten und solchen, die es werden wollen oder eben aufgrund der Entfernung nicht werden können, auf Instagram mit seinen Postings zum Beispiel darüber, wie man eigentlich seine Gefühle fühlt, statt sie zu verdrängen oder zu betäuben.

Ignoring, punishing, and judging our feelings might be common if you grew up in a family that thought feelings were bad or didn’t think feelings mattered. Many of us grew up in families that didn’t know how to meet our emotional needs which left a lot of us emotionally abandoned. When you’re emotionally abandoned, you end up having to figure out your feelings alone or you’re tricked into thinking they’re not important. ⁣ ⁣ Feelings are really important. They are our feedback system. Feelings happen in the body and they demand to be felt. If you grew up emotionally abandoned, your likely spent (or spend) a lot of your time wishing them away, figuring out how to get rid of your big feelings, or finding clever and helpful ways to avoid feeling all together. ⁣ ⁣ Since feelings demand to be felt, they will do what it takes to get our attention. When we attend to feelings, they dissolve like vapour into the air and melt away like ice on a hot stove. We have to move through feelings and not around them. It’s important to bare the weight of them and not numb or push them away. When we avoid our biggest feelings, they will come back bigger, stronger and sometimes more painfully. ⁣ ⁣ In all of this, while a healing goal might be to feel your feelings, regain connection with your body, and honour what comes up, doing that one hundred percent of the time will not be realistic. Healing just doesn’t work that way. So, it’s important to bring a loving and compassionate approach to this work. In working to resolve your emotional abandonment, it’s still progress to only name one feeling per day or only tune in to your smaller feelings to start. If being aware of the bigger feelings is too much too fast, notice that and honour that. It’s a slower approach with a softer touch that will get you where you need to go. And you will get there.

Auch interessant: seine Bücherliste, in der sich Bücher finden, die ihn beschäftigt, weiter entwickelt und ihm geholfen haben.

11. @diepsychotherapeutin

Endlich, den ersten Platz als deutsche Therapeutin in dieser Liste hat sich Anke Glaßmeyer verdient. Sie bietet psychologische Online-Beratung an und ist somit am Puls der Zeit, weswegen sie auch den Podcast "Die Psychotanten" macht und dabei nah dran ist an den Bedürfnissen ihrer über 14.000 Follower auf ihrem Insta.

🔵Ich habe Angst meinen Therapeuten zu sehr zu belasten . 🔹Heute geht es bei den #Therapiesecrets um eine Angst, die anscheinend viele von euch haben. Und zwar befürchten einige Patienten, dass sie den Therapeuten zu sehr mit ihren Problemen belasten. Darauf möchte ich heute eingehen. . 🔹Erst einmal ist es ja löblich, dass ihr euch Sorgen um euren Therapeuten macht. Das zeigt, dass euch eure Mitmenschen wichtig sind (toll wäre es, wenn ihr euch auch so wichtig wäret). Aber es ist auch total unbegründet. . 🔹Ich glaube vielen Patienten ist nicht bewusst, dass wir Therapeuten es gelernt haben, mit psychisch kranken Menschen zu arbeiten Wir haben gelernt uns abzugrenzen und die Probleme unserer Patienten nicht zu nah an uns ran zu lassen. Das bedeutet nicht, dass es uns kalt lässt oder wir abgestumpft sind, sondern dass wir Grenzen ziehen können. . 🔹Außerdem sind Therapeuten erwachsene Menschen, die selbst entscheiden können, wenn ihnen etwas zu viel wird. Ihr braucht sie nicht vorher schon in Samthandschuhe packen, denn je weniger wir wissen, desto schwieriger ist es oft, passend und adäquat zu helfen. Wir können selbst Grenzen ziehen. . 🔹Weiterhin gibt es für uns Therapeut noch die Werkzeuge Supervision und Intervision. Da können wir mit einem Supervisor oder Kollegen über schwierige Situationen sprechen, z.B. wenn uns die Geschichte eines Patienten belastet. Wir können darüber sprechen, denn bekanntlich hilft reden ja. . 🔹Mich begleiten die Geschichten der Patienten nach Feierabend z.B. extrem selten. Ich kann das klar trennen und bin dafür sehr dankbar🙏🏻. . 🔹Macht euch nicht zu viele Gedanken um euren Therapeuten. Ihr müsst nicht für ihn sorgen. Das kann er sehr wohl selbst😉. . 🔹Das Ganze gilt auch für das „sich zwischendurch Melden“ (wenn es angeboten wird). Meine Patienten dürfen sich in Krisen immer melden. Egal ob am Wochenende oder an Feiertagen. Ich würde es nicht anbieten, wenn ich es nicht so meinen würde. . 🔹Was denkt ihr dazu? Habt ihr manchmal Angst, dass ihr euren Therapeuten belastet? . 🔹Habt einen tollen Abend🙋‍♀️

Sie beantwortet oft Fragen und startet interaktive Aktionen, sodass man sich gut abgeholt fühlt. Ihre Kommentarspalte ist ein safe space für jeden, der sich austauschen möchten über mentale Gesundheit und Krankheit. So teilt sie zum Beispiel #herapiesecrets.

12. @einepsychologin

Und weil's so schön war, folgt gleich die zweite deutschsprachige Therapeutin: Anna Wilitzki. Sie teilt ihre Therapieansätze auf Instagram, weil sie dort laut ihrer Biografie beibringen will, "wie wir uns emotional wieder näher kommen & aus negativen Beziehungsmustern ausbrechen können".

"ABER wir sind eine Familie ..." hast du das schon mal gehört? • Dieser Satz kommt gerade sehr oft in den Sitzungen vor. Weihnachten steht bevor, und damit steigt bei vielen Paaren der Druck. • Viele haben das Bild von persönlichen Grenzen, dass sie eng, gemein uns egoistisch seien. Und man mit ihrer Hilfe Menschen aus seinem Leben schieben würde. Aber vielmehr helfen sie, dass du anderen mitteilen kannst, wo deine physischen, emotionalen und mentalen Grenzen liegen, und dabei helfen, schöne, gesunde Beziehungen aufzubauen. Sie sind die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben. • Der schwierige Teil ist oft, dass manche Kinder in Familien aufwachsen, die in diesem Bereich keine wirklichen Vorbilder sind. Also keine Grenzen einhalten oder respektieren. Als Erwachsener hast du möglicherweise das Gefühl, eine neue Sprache gerade zu lernen - eine Sprache, die deine Familienmitglieder nicht verstehen oder lernen möchten. • Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Veränderungen schwierig sind. Die Familiendynamik, von der du ein Teil bist, ist seit Langem in einem bestimmten System aktiv. Einem, welches höchstwahrscheinlich voller Verstrickungen, Verwirrung und Chaos ist. Und obwohl es kaputt sein mag, läuft es immer noch so weiter. • Einen neuen Weg zu beschreiten kann sich einsam anfühlen. Oft ist es verlockend, zu den alten Wegen zurückzukehren. • Aber deine persönlichen Grenzen ändern sich nicht, nur weil es um deine Familie geht. Andere werden vielleicht wütend, verwirrt oder verletzt sein. Es ist jedoch wichtig, dass du versuchst dich nicht von der Angst vor den Reaktionen der anderen kontrollieren zu lassen. Du darfst dich auf die Art und Weise um dich selbst kümmern, wie du es brauchst. • Eine starke Identität, mentale und emotionale Stabilität und echtes Glück sind alle in persönlichen Grenzen verwurzelt. Das Erkennen, Kommunizieren und Bewahren deiner Grenze ist eine Übung. Also sei achtsam aber auch nicht zu streng mit dir dieses Weihnachten. — — #einepsychologin #weihnachten #familie #familienzeit #grenzen #bedinungsloseliebe #affären #beziehung #paartherapie #streit #psychologie #emotionen #gefühle #bindung #bedürfnisse #schwiegereltern

Deal!

Die Paartherapeutin kann dir nicht nur bei deinem oder deiner Liebsten helfen, sondern bei Problemen mit Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen.

13. @drjennhardy

Auch eine wärmste Empfehlung meinerseits: Der Instagram-Kanal von Dr. Jenn Hardy.

Bei ihr geht es auch viel darum, wie uns Arbeit krank macht oder dabei helfen kann, gesund zu bleiben. Wer mit Burnout zu kämpfen hat oder die Neigung hat, sich zu überarbeiten und schwer abschalten kann, wird bei ihr fündig, was Strategien und eine Starthilfe in eine gesündere Work-Life-Balance betrifft. Aber auch Binge-Verhalten und andere schädigende Verhaltensmuster sowie toxische Beziehungen zu Partnern erklärt die Therapeutin.

Period.

Ehrlich gesagt gibt es zu viele geniale Accounts auf Instagram. Ich habe aus der Flut der positiven Input-Wellen diese 13 Menschen herausgesucht. Aber wenn du findest, dass dort jemand fehlt – schreib uns gerne auf unserem NOIZZ-Instagram-Account – und folge uns bei der Gelegenheit direkt mal!

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Quelle: Noizz.de