Haarcremes und Goji-Beeren interessieren keinen, wenn die Welt stillsteht. Influencer bekommen in Zeiten von Corona weniger Werbejobs. Sie verlieren knapp ein Drittel ihrer Einnahmen.

Glaubt man den Medien, verdient ein Influencer mit 50.000 Followern pro Post ein paar Tausend Euro. Ob das stimmt, wissen wohl nur die Werbegesichter selbst. Wie viel Geld sie tatsächlich bekommen, hängt von ihrer Reichweite, aber auch der Art des Beitrags. Wie in jedem Job gilt auch hier: Wer big im business ist, verdient gutes Geld – und verliert es, wenn die Wirtschaft schwächelt.

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Daten von 500 Influencern wurden analysiert

Laut einem Bericht der UK-Seite "Attain" wurden in Großbritannien Daten von mehr als 500 Influencern analysiert. Dabei kam raus, dass sie wegen der Corona-Krise durchschnittlich 33 Prozent ihrer potenziellen Einnahmen verlieren. Das bedeutet knapp 2.800 Euro pro Woche. Das liegt unter anderem daran, dass 65 Prozent von ihnen weniger Beiträge posten. Das Interesse am Konsum sinkt. In Quarantäne will niemand Geld für eine Haarkur ausgeben, wenn keiner sieht, wie hübsch sie danach sind. Selbst Influencer-Codes, die den Preis um 50 Prozent reduzieren, helfen wenig.

Wie sehr die Einnahmen der deutschen Social-Media-Gesichter eingebrochen sind, darüber ist wenig bekannt. Doch auch hier ist klar: Influencer haben kaum noch etwas zu influencen.

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Quelle: Noizz.de