Damit auch „Smombies“ sicher durch den Verkehr kommen.

Du kennst das bestimmt auch: Da führt man gerade eine superwichtige Unterhaltung auf WhatsApp, checkt kurz Social-Media oder die aktuellen Fußballergebnisse und zack, fast hätte man die rote Ampel übersehen. Oder die anfahrende Straßenbahn. Oder den Fahrradfahrer, der es gerade noch schafft, kurz vor dir abzubremsen – weil du den Verkehr vor lauter Smartphone-Action gar nicht mehr wahrgenommen hast.

Mit dieser Unaufmerksamkeit bist du definitiv nicht alleine: das Phänomen des „Smombies" – also des, wie ein Zombie rumlaufenden Smartphone-Opfers – ist in vielen Städten ein ernsthaftes Problem.

In Litauens Hauptstadt gilt wegen des großen Unfallrisikos, das durch die wachsende Unaufmerksamkeit entsteht, deshalb seit Anfang Oktober ein neues Gesetz: Fußgängern ist es verboten, ihr Telefon zu benutzen, während sie eine Straße überqueren.

Doch nicht nur das: Damit alle Smartphone-Addicts trotzdem nicht zwischen Fortbewegung und Telefon-Nutzung entscheiden müssen, wurde jetzt ein Gehweg für Handynutzer eingeführt. Auf der Extra-Spur weisen auf den Boden aufgemalte Pfeile und eine auffällige pinke Linie dem „Smombie“ die Richtung – sodass der gesenkte Blick nicht mehr vom Bildschirm gehoben werden muss.

Neu ist der Gedanke dieser Schutz-Zone nicht: In der chinesischen Mega-City Chongquing gibt es solche Smartphone-Wege schon seit gut vier Jahren. Und auch in Antwerpen, Belgien, sind diese extra gekennzeichneten Wege nichts Neues.

Aber mal ehrlich: So gut es ist, dass dadurch versucht wird, das Unfallrisiko zu vermindern – ist es nicht irgendwie gestört, dass unsere Handy-Sucht jetzt schon solche drastische Maßnahmen erfordert? Sollten wir nicht alle in der Lage sein, auf uns selbst aufzupassen, anstatt wie gehirnlose Zombies durch die Gegend zu wanken?

Quelle: Noizz.de