... um das Alter der Zuschauer zu kontrollieren.

Etwa alle zehn Jahre beschäftigt sich das britische Parlament umfassend mit Digitalisierung und wie sie die Wirtschaft verändert. Im vergangenen Jahr hat die Regierung den Digital Economy Act 2017 beschlossen – mit wichtigen Regelungen, darunter die Voranschreitung der digitalisierten Verwaltung und die Verpflichtung von Netzunternehmen, allen Bürgen ein Breitbandnetz von mindestens 10 Mbits die Sekunde bereitzustellen.

Doch ein Punkt fällt besonders auf: Großbritanniens Regierung möchte gegen den Pornographie-Konsum von Minderjährigen wirken. Deswegen hat das Parlament entschieden, dass alle, die Pornos schauen möchten, sich zuvor einen sogenannten „Porn Pass“ holen müssen, die deren Volljährigkeit bestätigen sollen.

Erstmal zum Kiosk

Die Pässe sollen etwa an Kiosken und Zeitungsständen verkauft werden, wo das Alter des Nutzers via Ausweiskontrolle vom Verkäufer geprüft wird. Nur mit dem Verifizierungscode des Passes werden User auf pornographische Inhalte zugreifen können.

Die Porno-Webseiten müssen sich dem Gesetz fügen, denn falls sie es nicht tun, drohen ihnen Geldstrafen von bis zu 250.000 britischen Pfund (etwa 280.000 Euro). Oder die Webseite wird komplett geblockt.

Analog = besserer Datenschutz

Das ursprüngliche Gesetz sah vor, dass sich alle Nutzer in einer Online-Datenbank registrieren müssen, um so ihre Volljährigkeit zu beweisen. Datenschützer kritisieren das Gesetz. Die British Board of Film Classification – das britische Pendant zum deutschen FSK – hat das Verfahren daraufhin überarbeitet und den „Porn Pass“  als anonymeren Weg vorgeschlagen. Das Parlament soll nun erneut über den Gesetzesvorschlag abstimmen, im Herbst soll es dann in Kraft treten.

Quelle: Noizz.de