... und das hatte nicht nur etwas mit dem verlorenen Kondom zu tun.

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation und Penisse. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar Bett-Geschichten aus.

Die Nummer mit der toxischen Beziehung

Ich bin extrem verständnisvoll. Das hat riesige Vor- und Nachteile. Erstmal zu den Vorteilen: Ich kann Schutzmauern von Menschen durchdringen, die sich sonst eher abschotten, weil ich mich einfach nicht von dem Gedanken abbringen lassen will, dass in jedem etwas Gutes steckt. Gerade in meinem Job dringe ich so zu Menschen durch, die sich sonst nicht so leicht knacken lassen.

Der Nachteil ist, dass ich dadurch natürlich auch viel zu lange an Dingen festhalte, die mich innerlich zerstören. Ich habe schon häufig den Begriff "toxische Beziehung" hier in den Raum geworfen. Dabei handelt es sich um Partnerkonstellationen, die sich gegenseitig nicht gut tun.

Ich kann euch nicht sagen, wie viele Badewannen voller Tränen ich schon vollgeheult habe, weil mich ein Typ schlecht behandelt hat und ich TROTZDEM einfach nicht von ihm losgekommen bin. Obwohl diese Kerle mich emotional von sich weggestoßen, aufs Schlimmste beleidigt oder gedemütigt haben, wollte ich einfach nicht den Glauben daran verlieren, dass in ihnen eben doch etwas Gutes steckt.

Auch wenn es ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft ist (wer gibt schon gerne zu, dass er sich freiwillig wie ein Stück Dreck behandeln lassen hat und das auch noch geil fand), bin ich mit dieser Erfahrung nicht alleine. Blöderweise gibt es keine validen Studien zu dem Thema, aber alleine in meinem Freundeskreis sind etwa 75 Prozent schon mal von so einer ungesunden Beziehung betroffen gewesen.

Ich kann mich noch sehr gut an den Moment erinnern, als ich durch Zufall zum ersten Mal auf einen Artikel über das Thema gestoßen bin und mir dachte: "Fuck, das spiegelt mich komplett wieder." Ich möchte nur einige Stichworte nennen: Entweder wird man vom Partner idealisiert oder abgewertet, es ist ein ständiges Spiel aus Nähe und Distanz, Aussagen werden oft revidiert oder das Verhalten ist gegensätzlich zum Gesagten, Schuld wird auf eine Person abgewälzt, die Beziehung fühlt sich an wie eine Sucht, Grenzen werden überschritten, es findet emotionale Misshandlung statt.

Jeder kann in so eine Beziehung reingeraten

Ich habe ehrlich gesagt einen Hang dazu, immer wieder solche Beziehungen einzugehen, aber bei keiner war das toxische Verhalten so ausgeprägt, wie bei Pablo ... 

Unsere Beziehung war ein wildes On-Off-Beben, das regelmäßig mein ganzes Leben erschütterte. Dabei weiß ich heute nicht mal, was mich an Pablo so faszinierte ... Wahrscheinlich kam die Anziehung zwischen uns zustande, weil ich unbedingt glauben wollte, dass er ein guter Kerl war. Leider hat er mir das nur so gut wie nie gezeigt – wenn es dann doch mal vorkam, dann fühlten sich die kleinsten Selbstverständlichkeiten ( z.B. eine SMS zum Geburtstag) an, als hätte er mir gerade den größten Liebesbeweis geliefert.

Heute habe ich unsere Beziehung so weit reflektiert, dass ich ziemlich sicher bin, dass wir uns alles andere als gesund verhalten haben. Blöderweise versteht man das allerdings nicht, wenn man noch mitten drin steckt.

Viele Betroffene fragen sich, wie sie überhaupt in diese Abhängigkeit rein geraten konnten. Ein mangelndes Selbstwertgefühl wird oft als Grund angegeben. Dabei kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen: Ich habe mich ihm gegenüber anfangs zum Beispiel absolut überlegen gefühlt. In meinem Kopf war Pablo zu diesem Zeitpunkt nur eine kleine Fickfäre, die gut bumsen konnte. Erst langsam entdeckte ich neben seinem Schwanz auch noch andere charakterliche Vorzüge, die mich in seinen Bann zogen. Das Einzige, was ich an ihm spannend fand, war die Tatsache, dass er nicht so einfach zu durchschauen war.

Da setzte in mir wieder mein Journalistinnen-Mechanismus ein: Ich wollte verstehen, wer dieser Typ war und ich wollte ihm dafür so nah wie möglich kommen ... Blöd nur, dass ich dabei leider übersehen habe, dass ich mich gerade voller Vorfreude in eine Katastrophe manövriere.

Die Alarmglocken klingelten eigentlich schon direkt am Anfang unserer Beziehung, zum Beispiel an diesem einen Abend, als ich mal wieder vor seiner weißen Haustür stand ...

Die Luft roch nach Sommerregen und die Sonne wurde schon vom dunklen Nachthimmel abgelöst, als ich eigentlich recht positiv gestimmt vor ihm stand und er mir mit einer Flasche Bier in der Hand öffnete.

"Ging das nicht schneller?", fragte er mich, statt mich mit einem freundlichen "Hey" zu begrüßen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er mich eigentlich immer mit einer offenherzigen, liebevollen Umarmung empfangen – seine schlechte Laune war eine neue Emotion für mich.

Ich weiß, was einige von euch jetzt denken werden: Warum hat sie sich nicht auf dem Absatz umgedreht und ist gegangen? Das hat sie doch gar nicht nötig. Hatte ich ja auch nicht. Aber erstens war mir sein Schwanz zu dem Zeitpunkt heilig, zweitens wollte ich wissen, wieso er so schlecht drauf war und drittens tangierte mich seine Art nicht, da steckte auch eine gewisse Gleichgültigkeit ihm gegenüber hinter.

Ich zuckte nur mit den Schultern und drückte mich an ihm vorbei durch die Haustür. Weit kam ich jedoch nicht, weil er mich noch im Flur an den Handgelenken packte und gegen den Wandschrank drückte, um mir fest in den Arsch zu kneifen und im nächsten Moment einen Knutschfleck am Hals zu verpassen. Ein Grinsen huschte über meine Lippen, weil meine Vagina auf ihn reagierte wie ein Boxer auf jede minimale Bewegung seines Gegners im Ring. 

Dass wir gleich hinter der Haustür übereinander herfielen, war zwischen Pablo und mir nicht selten. Gerade am Anfang konnten wir es kaum erwarten, endlich wieder in der Kiste zu landen. Unser Sex war nicht gut, er war legendär! Trotzdem lag an diesem Abend eine andere Stimmung zwischen uns in der Luft: zwar leidenschaftlich, aber auch leicht aggressiv.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass NICHTS von dem, was er an diesem Abend getan hat, gegen meinen Willen passierte. Wer eine leichte Faszination für SM-Sex hat, weiß, dass dieses Spielchen wirklich heiß sein kann.

Unabhängig von einem sexuellen Abenteuer witterte ich allerdings auch noch eine Chance, diesen Typen noch etwas besser kennenzulernen. Starke Emotionen sorgen dafür, dass sich Menschen einander öffnen – und die lagen eindeutig in der Luft! Genauso wie ein leichter Hauch von Alkohol ... und der kann ja auch nicht schaden, um die Zunge zu lösen. 

Er stieß mich emotional von sich weg

Statt das Schlafzimmer steuerte ich deshalb die Terrasse an. Noch bevor ich mich auf einen der Holzstühle hatte fallen lassen, hatte Pablo beim Blick auf den Fernseher (es lief ein Fußballmatch) schon angefangen, zu fluchen. "So ein scheiß Spiel", kommentierte er. Worauf ich gar nichts sagte, sondern mir erst mal eine Zigarette anzündete.

"Was ist denn heute los mit dir?", wollte ich versöhnlich wissen. – "Mich kotzt alles an", sagte er. Na ja, immerhin war er ehrlich. – "Warum? Ist irgendwas passiert?" Ich versuchte, seine unfreundliche Art einfach zu ignorieren und nahm sie nicht persönlich.

Er schüttelte erst mit dem Kopf, worauf ich ihm einen langen Blick schenkte und abwartete, ob da nicht noch irgendwas kommen würde. "Guck mich nicht immer so an", sagte er jetzt, verengte seine Augen zu Schlitzen und setzte noch ein aggressives: "Du weißt gar nichts" hinterher. "Woow, okay. Ich hab dir gar nichts getan!" Ich hob ergebend die Hände.

"Doch! Du guckst immer so, als würdest du ganz genau wissen, was ich denke ... Dabei weißt du gar nichts", warf er mir jetzt an den Kopf. Ich zuckte mit den Schultern, weil mein Gehirn die Situation gar nicht so schnell verarbeiten konnte. Wie gesagt: Er war einfach grundlos pissig, und weil ich mit mir ziemlich im Reinen war, fühlte ich mich von seiner beschissenen Art mal so gar nicht tangiert. Das Einzige, was ich wollte, war herausfinden, warum er so komisch drauf war.

Weil ich so perplex war, ließ meine Reaktion natürlich etwas auf sich warten. Diese Zeit nutze er, um mich wieder an sich zu ziehen und mir erneut einen Kuss auf den Mund zu geben. Die Krux an der Sache ist, dass ich sein zwiespältiges Verhalten nicht abturnend, sondern spannend fand. Ich wollte mehr über ihn erfahren, vergaß dabei aber, mal in mich hineinzuhorchen und zu fragen, wie es mir eigentlich ging. Erst heute, viele Jahre später, ordne ich diese Situation als toxisch ein. Damals und das muss ich euch ganz ehrlich sagen, fand ich das einfach nur spannend und schlicht weg geil.

Der Kuss war intensiv: Er hielt mein Gesicht in seinen Händen, sog an meiner Lippe und zog mich noch näher an sich heran. Er war nicht liebevoll, aber leidenschaftlich und das weckte ein paar Regionen tiefer meinen kleinen Dämon zwischen den Beinen. Ich schubste ihn langsam auf den Stuhl, der gegenüber von mir stand und setzte mich dann auf seinen Schoss.

"Was ist heute los?", fragte ich nach dem Kuss, während eine Hand auf seiner Schulter verweilte und die andere sanft durch sein dunkles Haar streichelte.

Er nahm einen Schluck von seinem Bier und sah mich dann an. "Es ist einfach alles scheiße. Uni stresst, Job stresst, ich hab mich mit meinem besten Kumpel gestritten und mit meinen Eltern", rückte er jetzt mit der Sprache raus. Aha! Da hatten wir es doch. In dem Moment zuckte ein kurzes Grinsen über meine Lippen – von wegen ich verstand nichts ... So was hatte ich mir längst gedacht.

"Willst du erzählen? Vielleicht geht's dir dann besser?", lächelte ich ihn jetzt verständnisvoll an. Er zündete sich eine von meinen Kippen an, seufzte und erzählte mir, was alles schief gegangen war.

Etwa eine Stunde später saß ich immer noch auf seinem Schoß und hörte ihm dabei zu, wie er über sein verkacktes Leben sprach. Ich hatte genickt, nachgefragt, viel über ihn und sein Leben erfahren, mir zynische Kommentare verkniffen und war einfach nur für ihn da gewesen.

Sein Verhalten ließ meine Emotionen Achterbahn fahren

Bis er zum ersten Mal nach seinem Redeschwall eine Pause einlegte und mich für ein paar Sekunden ansah. In seinem Blick lag erst etwas zwischen Erleichterung und Dankbarkeit, bis er sich wieder verfinsterte und dann etwas in seinen Augen aufflackerte, das ich bis dahin noch nie gesehen hatte: "Du findest das jetzt richtig geil, oder?" Obwohl sich seine Tonlage in der letzten Stunde aufgeweicht hatte, klang er jetzt wieder hart, kühl und abwertend.

"Ich finde es schön, wenn du mir so was erzählst", sagte ich ehrlich. Ihr wisst ja, ich liebe es, wenn ein Mensch vor mir die Hosen runterlässt, aber noch mehr liebe ich es, wenn jemand einen Seelen-Strip hinlegt.

"Tja, aber mehr wirst du nicht bekommen", sagte er jetzt wieder eiskalt und drückte mich von seinem Schoss. Allerdings nicht, um mich von sich wegzustoßen, sondern um mich grob umzudrehen und gegen den Tisch zu drücken. Diese Dynamik aus Nähe und Distanz machte mich rasend. Innerhalb von Sekunden wechselte die Atmosphäre: das Gespräch war vorbei, jetzt lag Sex in der Luft.

Er drückte sich von hinten an mich und griff mir unter den Rock. Mein Slip landete auf dem Boden, seine Hose folgte. Für ein Vorspiel hatten wir keine Zeit (nötig war es sowieso nicht) – stattdessen drückte er mich nur noch etwas fester gegen den Tisch und sich gegen mich, um mir im nächsten Moment den Kopf an den Haaren nach hinten zu ziehen, meine Beine fingen schon nach Sekunden an zu zittern.

"Mehr als Sex wirst du von mir nicht bekommen", flüsterte er mir ins Ohr. Dieser Satz hinterließ eine Gänsehaut, weil er mich emotional zwar irgendwie traf, mich gleichzeitig aber auch scharf machte.

Wer sich jetzt fragt, warum zur Hölle ich so sehr darauf abfahre, wenn ein Typ mich so respektlos behandelt: Ich weiß es doch fucking selbst nicht! Aber gerade beim Sex gibt es mir einen extremen Kick, wenn er den dominanten Part übernimmt.

Wenige Minuten später waren wir von der Terrasse ins Schlafzimmer umgezogen, wo er mich auf der Stelle aufs Bett geschmissen und meine Beine grob auseinander gedrückt hatte, um sich dazwischen zu knien und mir mal wieder zu beweisen, dass er die beste Zunge war, die ich je hatte.

Ich krallte mich in seine Haare und kratzte über seinen Rücken, worauf er sich meine Handgelenke griff und so feste zudrückte, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Seine Zunge wanderte über meine Mitte. In dem Moment war ich kurz davor den Verstand zu verlieren: Ich wusste gar nicht mehr, was ich eigentlich wollte, seine Berührungen fühlten sich so verdammt gut an, sein fester Griff an meinen Handgelenken machte mich an, ich wollte mehr und gleichzeitig wollte ich einfach nur aus dieser Situation raus. Meine Beine fingen an zu zucken, mein Körper bäumte sich auf, doch anstatt einfach den anstehenden Orgasmus zu genießen, drückte ich mich mit aller Kraft gegen ihn, um die Kontrolle über ihn zu gewinnen.

Das ganze war ein Mix aus Machtspiel und Kriegsgefecht

Während er meine Handgelenke so fest hielt, dass ich später blaue Flecken davon tragen sollte, krallte ich meine Nägel so tief in seinen Rücken, dass sich rote, glühende Kratzspuren in seine Haut brannten. Irgendwie schaffte ich es, ihn von mir runter zu drücken, nur um dann selbst zwischen seine Beine abzutauchen. Ihm entfuhr ein leichtes Seufzen, dicht gefolgt von einem geraunten "Fuuuck!", als ich meinen Mund über seinen Penis gleiten ließ.

Dann drehte er sich wieder auf mich und vögelte mich nach allen Manieren der Kunst. Der Sex war hart, rau, heftig und beförderte mich genau deswegen in den siebten Orgasmus-Himmel.

Als wir miteinander fertig waren, lagen wir schwer atmend nebeneinander, hatten unseren Kopf zueinander gedreht und beobachteten uns einfach nur für ein paar Minuten, während ich mit seinen Fingerspitzen die Konturen seiner Augenbrauen nachfuhr.

Erst als wir uns wieder angezogen hatten und wir unsere Kriegsverletzungen, die diese Nummer mit sich gezogen hatte, stolz begutachteten, fiel uns auf, dass das Kondom fehlte.

"Wo ist das Kondom?", fragte ich, als ich im Bett nach meinem Slip suchte.

"Vielleicht neben dem Bett?", fragte er jetzt. Die explosive Stimmung zwischen uns war verschwunden, stattdessen waren wir beide einfach nur völlig fertig und fast wieder nüchtern, obwohl wir vorher locker zwei Flaschen Wein geleert hatten.

"Ich seh es nicht", seufzte ich, hatte im nächsten Moment aber auch schon wieder vergessen, danach zu suchen. Nach diesem kleinen Kraftakt wollte ich einfach nur noch eine Rauchen und dann ganz entspannt einschlafen.

Nüchtern sah die Welt nicht mehr so sexy aus

Tatsächlich klappte das mit dem entspannten einschlafen gut, allerdings waren die Träume, die mich in dieser Nacht heimsuchten, alles andere als entspannt. Am nächsten morgen wachte ich viel früher auf als Pablo.

Obwohl wir nach dem Sex in einen friedlichen Schlaf verfallen waren, hatte mich der gestrige Abend emotional doch etwas mehr aufgewühlt, als gedacht. Jetzt so ganz nüchtern betrachtet, hatte er sich eben doch wie ein ziemliches Arschloch verhalten, gleichzeitig war ich meinem Ziel ihn besser kennenzulernen, dadurch auch näher gekommen. Das alles änderte aber nichts an der Tatsache, dass ich mich emotional ziemlich ausgelaugt fühlte und so schnell nicht reflektieren konnte, was am Vorabend eigentlich genau passiert war.

Und weil ich an diesem Tag keine weitere Schlacht ertragen konnte, zog ich mich an, hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und verabschiedete mich von ihm. Heute weiß ich noch ganz genau, dass ich mich damals ins Auto setzte und mich fragte, ob ich ihn je wieder treffen wollte. Meine innere Alarmglocke war zu diesem Zeitpunkt angegangen und beschäftigte mich die ganze Rückfahrt.

Als ich dann wenig später in meinem lichtdurchfluteten Badezimmer stand und meinen von blauen Flecken übersäten Körper begutachtete, war ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich ihn nie wieder anrufen würde. Zwar war der Sex unfassbar heiß gewesen, aber wir hatten definitiv eine Grenze überschritten, die ich kurzzeitig etwas beängstigend fand.

Unter der Dusche dachte ich noch einmal über alles nach: Ich fühlte mich von ihm benutzt. Er hatte schamlos seine Gefühle und Aggressionen an mir ausgelassen, und ich fand das auch noch geil – das war gruselig. Gleichzeitig fühlte ich mich ihm verbundener und näher als je zuvor. Denn die Dinge, die er mir während unserer Gesprächs erzählt hatte, hatten mir einen Einblick in sein Seelenleben gegeben.

Als ich da so unter der Dusche stand und mir Gedanken über den gestrigen Abend machte ... fand ich plötzlich etwas Glitschiges zwischen meinen Beinen ... Ich fing leise an, vor mich hin zu lachen, denn die Tatsache, dass da gerade ein benutztes Kondom aus meiner Vagina baumelte, zeigte doch nur eins: Er hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes als Mülleimer benutzt ...

... Leider muss ich an dieser Stelle eingestehen, dass ich das so witzig fand, dass ich ihm danach direkt eine Nachricht schrieb und dieser Abend erst der Anfang einer zweijährigen schmerzhaften Quälerei war.

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Quelle: Noizz.de