Eure Hipster-Freunde finden Dinge toll, von denen ihr noch nie was gehört habt? Wir erklären euch ihre seltsame Welt!

Was ist Quinoa?

Dem einen oder anderen Ernährungsfetischisten ist Quinoa in den letzten Monaten sicher schon untergekommen, schließlich gelten diese Körner als Superfood. Biomärkte und Reformhäuser deutschlandweit verzeichnen einen deutlichen Boom des so genannten Pseudogetreides.

Importiert wird Quinoa aus dem fernen Südamerika. Dort hat es eine lange Geschichte: Schon vor 6.000 Jahren bauten die Inkas in den Hochanden von Peru und Bolivien Quinoa an. Weil Quinoa schnell satt macht und außerdem noch eine entsäuernde Wirkung hat, gilt es als besonders gesund und wurde von den Inkas wegen der stärkenden Wirkung sogar als „Muttergetreide“ bezeichnet.

Wie sieht es aus?

Quinoa gibt es in drei Varianten: In seiner Ursprungsform, in der Kauf-Version im Supermarkt und als zubereitetes Nahrungsmittel. Der Quinoa-Busch an sich könnte mit seinen lila Blüten und Ahorn-ähnlichen Blättern auch in vielen deutschen Gärten stehen. Aus den Blüten werden dann beim Dreschen die Quinoa-Körner gewonnen. Diese kleinen, braunen Kügelchen findet der deutsche Hipster dann im Supermarkt.

Nach dem Kochen – Quinoa wird ähnlich wie Reis mit viel Wasser aufgekocht – sind die Körner leicht aufgequollen und etwas klebrig. In diesem Zustand kann man es auch leicht mit Couscous oder Bulgur verwechseln.

Wofür brauche ich es?

Quinoa kann man, so steht es zumindest in zahlreichen Ernährungsblogs und Frauenmagazinen, für einfach alles verwenden. Zum Frühstück gibt es Quinoa-Brei, zum Mittag einen Quinoa-Salat und zum Abendbrot leckere Quinoa-Falafel.

Viel wichtiger als die zahlreichen Essensvariationen ist jedoch das Gefühl, dass Quinoa vermittelt: Du lebst gesund, du isst Superfood, du bist so hip und trendy und up-to-date!

Achtung!

Mit Quinoa ist es wie mit den meisten Superfoods: Für uns sind sie gut, für andere sind sie schlecht. So, wie Avocados unter anderem die Abholzung des Regenwaldes vorantreiben, sorgt der gestiegene Quinoa-Konsum dafür, dass Bauern in Peru hungern.

Für sie ist es nämlich wirtschaftlicher, wenn sie das Pseudogetreide nach Europa verkaufen, als es selbst zu essen. Deswegen: Quinoa eher in Maßen genießen und auf heimische Alternativen wie Buchweizen zurückgreifen.

Angeberspruch zum Auswendiglernen:

„Quinoa ist reich an Eiweiß und Kalium, Magnesium und Phosphor. Es enthält auch reichlich Vitamin B1. Und der Verzehr von 100 Gramm Quinoa deckt ein Drittel des empfohlenen Tagesbedarfs an Eisen und Magnesium.”

Quelle: Noizz.de