Eure Hipster-Freunde finden Dinge toll, von denen ihr noch nie was gehört habt? Wir erklären euch ihre seltsame Welt!

Was ist eine Polaroidkamera?

Sie ist der Endgegner der Digitalbilder, Ursprung der Instagram-Ästhetik und die spontanste unter ihrem Foto-Kollegen – die Polaroidkamera. Eigentlich trägt sie den etwas sperrigen Namen Sofortbildkamera, doch ähnlich wie bei Tempos wurde die Firma hinter dem Produkt bald auch zum Namensgeber.

Wie der ursprüngliche Name schon sagt, zeichnet sich die Polaroidkamera dadurch aus, dass die Bilder sofort erscheinen und nicht erst von einem Fotofilm entwickelt werden müssen – ja wirklich, früher machte man das so.

Die erste Polaroidkamera wurde schon 1947 erfunden und erlebte mit der SX-70 Anfang der 70er Jahre ihren größten Hype. Andy Warhol führte sie in die Kunstwelt ein. Bis Mitte der 1990er waren die „Polas“, die man schon 90 Sekunden nach der Aufnahme in den Händen hielt, äußerst beliebt. Mit den Digitalkameras und Smartphones wurde die Polaroidkamera dann unnötig – und erlebte völlig unerwartet in den letzten Jahren ihr Comeback.

Wie sieht sie aus?

Je nach Preislage mal wie die alte Kamera von Opa, mal wie ein super-süßes Designobjekt. Quadratisch, praktisch, gut trifft das Äußere der Kameras exakt, präferiert werden die Modelle in weiß.

Wichtiger jedoch sind die entstehenden Polaroid-Fotos: Sie sehen im Prinzip aus wie die klassischen Insta-Fotos. Quadratisch, mit weißem Rahmen und leicht verblasst passen Polas perfekt in unsere heutige Bildästhetik.

Wofür brauche ich sie?

Polaroids sind Nostalgie, sind Spontanität, sind Momentaufnahmen im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade heute, in einer Zeit, in der jeder von sich 200 Selfies macht, um daraus das perfekteste zu wählen, nehmen uns Polaroids diesen Druck zur Selbstoptimierung.

Außerdem sind sie nach drei Gläsern Gin Tonic bei der WG-Party besonders lustig – und die Fotos hängen auch noch nach fünf Jahren am Kühlschrank, versprochen!

Achtung!

Schon viele haben den Fehler begangen, nach einer Polaroidkamera zu googlen und dann völlig überrascht über den niedrigen Preis eine zu kaufen. Für 100 bis 150 Euro bekommt man nämlich schon ein hübsches Exemplar. Problem: Im Gegensatz zu Smartphone und Digitalkamera sind bei der Polaroidkamera die Fotos an sich extrem teuer. So kostet ein Film für 20 Fotos auch locker 20 Euro. Für besondere Formate werden teilweise sogar über 50 Euro fällig.

Angeberspruch zum Auswendiglernen

„In den Papierblättern der Polaroidfilme sind die für die Entwicklung der Fotos notwendigen Chemikalien in Form einer Paste bereits enthalten. Beim Herausziehen der Bildeinheit werden die Chemikalien zwischen Negativ und Positiv verteilt und transportieren bei Schwarzweißmaterial Silberteilchen, bei Colorfilmen Farbstoffe, die im Positiv eingelagert werden, welches nach der filmtypischen Einwirkzeit vom Negativ getrennt wird.“ Das sagt zumindest Wikipedia.

Quelle: Noizz.de