Die Russen brauchen wohl weiter Briefträger.

Nicht nur in Deutschland wird viel über die wunderbaren Eigenschaften von Drohnen geschwärmt: Während unsere neue Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, schon von Flugtaxis am Himmel träumt, geht es in Russland noch eine Nummer kleiner zu. In der Stadt Ulan-Ude nahe der Grenze zur Mongolei wurde erstmals eine Lieferdrohne getestet. Die Aufgabe: Ein zwei Kilo schweres Paket sollte der Multicopter in ein 35 Kilometer entferntes Dorf fliegen – eigentlich machbar, dachten die Drohnenhersteller.

Es sollte ein historischer Tag für die Logistikbranche des Landes werden. Deswegen waren auch zahlreiche Medien, der regionale Regierungschef und der Leiter der russischen Post anwesend.

Doch nach nur 100 Metern und einer Linkskurve war der Jungfernflug schon gescheitert: Auf einem Video ist zu sehen, wie die Drohne mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Häuserwand kracht. Zurück blieb nur ein Haufen Schrott im Wert von umgerechnet 17.000 Euro.

Der russische Hersteller der Drohne konnte sich den Unfall nicht erklären. 10.000 Stunden sei die Drohne bisher unfallfrei geblieben, 60 Kilometer könne der Copter am Stück fliegen. Davon bekam der Chef der Post an diesem Tag aber nichts mit. Bis eine Drohne die russischen Briefträger ablöst, könnte es also noch eine Weile dauern.

Quelle: Noizz.de