Leg dich nicht mit den falschen (Mächten) an.

„Hex hex“ und Hokuspokus verbindet ihr höchstens mit Bibi-Blocksberg-Kassetten und sexy Halloweenkostümen? Weiter hat man bei der französischen Beautybrand Sephora anscheinend auch nicht gedacht: Die veröffentlichte in den USA ein „Hexen-Starter-Set“ – und zog sogleich den Hass einiger sehr verärgerter Hexen auf sich.

WTF, Hexen? Yes, ihr habt richtig gehört. So nennen sich nämlich die Anhängerinnen der neuheidnischen Mysterienreligion Wicca – die sich in der USA so großer Beliebtheit erfreut, dass sie seit 1994 sogar eine staatlich anerkannte Religion ist.

Und diese Zauberinnen sind nicht gerade amused, dass „ihre“ Hexenhilfsmittel plötzlich von einem Großkonzern zur Geldmacherei genutzt werden – sie bezichtigen Sephora der „Cultural Appropriation“, also der kulturellen Aneignung und Ausbeutung ihrer Rituale und Bräuche. Denn das Hexen-Starter Set umfasst neben Tarot-Karten, Rosenquarz und Parfum auch getrockneten Salbei, der in „Smudging“-Ritualen Anwendung findet.

Sogar Sängerin SZA mischte sich in die Diskussion ein:

Doch als wäre ein Shitstorm nicht schon genug, löste der „magische“ Fall gleich eine weitere Welle Proteste aus. Denn der von Sephora verkaufte Salbei ist nicht nur den Wicca heilig – seine zeremonielle Bedeutung ist noch viel älter, als der moderne Hexenkult! Eigentlich stammt das reinigende „Smudging“-Ritual nämlich von nordamerikanischen Ureinwohnern, die sich (verständlicherweise) gleich über beide Parteien aufregen: Über das Unternehmen Sephora, das ihren heiligen Salbei verkauft ...

... und über die Hexen, die sich das Ritual selbst von Native-Americans angeeignet haben!

Das Unternehmen Pinrose, dass die „Hexen-Kits“ für Sephora produzieren sollte, ist in der Zwischenzeit zurückgerudert und hat eine öffentliche Entschuldigung rausgehauen.

Quelle: Noizz.de