Das haben jetzt amerikanische Forscher herausgefunden.

Eine Studie aus den USA hat jetzt belegt, dass die Verwendung von Haarglättungsprodukten und permanenten Haarfarben zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko führen kann. Die Studie wurde zwischen 2003 und 2009 durchgeführt und umfasste 46.709 Teilnehmerinnen, im Alter von 35 bis 74 Jahren, die jeweils eine Schwester hatten, die bereits an Brustkrebs erkrankt ist.

"Viele Haarprodukte enthalten Substanzen und Karzinogene, die möglicherweise für Brustkrebs relevant sind. 55 Prozent der Teilnehmer gaben an, [in den 12 Monaten vor ihrer Teilnahme] permanente Haarfarbe verwendet zu haben. Der Gebrauch von permanenter Haarfarbe ist bei Schwarzen Frauen mit einem 45 Prozent erhöhten Brustkrebsrisiko und bei weißen Frauen mit einem zu 7Prozent erhöhtem Risiko verbunden", so die Zusammenfassung der Studie, die in dem "International Journal of Cancer" erschienen ist.

Das Risiko einer Krebserkrankung soll im "Zusammenhang mit der Verwendung von chemischen Glättungen" ebenfalls steigen. Schwarze Frauen die jeden oder jeden zweiten Monat Haarglättungsprodukte verwenden, haben ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko zu erkranken als andere. "Diese Ergebnisse legen nahe, dass Chemikalien in Haarprodukten eine Rolle bei der Brustkrebserzeugung spielen können", fasst die Studie zusammen.

Die Co-Autorin der Studie, Alexandra White, gibt im Gespräch mit "Insider" jedoch Entwarnung: "Das relative Risiko klingt sehr hoch, aber dies sind keine gewaltigen Risikozunahmen. Die Schätzungen müssen mit allem in Zusammenhang gebracht werden, was wir sonst noch wissen, was das Brustkrebsrisiko beeinflusst", erklärt White.

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Quelle: Noizz.de