Der US-Konzern muss fast alle Handys vom Markt nehmen.

Apple hat in China einen Gerichtsprozess verloren, der dem Unternehmen teuer zu stehen kommen könnte: Das Unternehmen Qualcomm hatte Apple wegen eines Patentstreits verklagt und unerwartet gewonnen.

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Als Konsequenz muss Apple fast alle seine Modelle vom chinesischen Markt nehmen. Mit Ausnahme der neusten iPhone-x-Serie, da diese zu Beginn des Prozesses noch nicht auf dem Markt war und daher von der Klage ausgenommen ist.

Das iPhone Xs Max wird auch weiterhin in China erhältlich sein.

Qualcomm ist ein amerikanischer Hersteller von Microchips, der verschiedene Software-Patente hält. Zwei davon soll Apple im iPhone-Betriebssystem missachtet haben: eins bei der Fotobearbeitung, das andere bei der Verschiebung der Apps auf dem Home Screen.

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Apple hat sich inzwischen entrüstet zum Urteil geäußert und scheint seine Handys vorerst weiter in China verkaufen zu wollen. Ob die Autoritäten einschreiten, um den Handel zu unterbinden, wird sich noch zeigen.

Apple, das seine iPhones auch in China herstellen lässt, ist derzeit für 9 Prozent des chinesischen Smartphone-Marktes verantwortlich und damit nur die Nummer fünf im Land: Die beliebteren Handys kommen von den einheimischen Marken Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi.

Brisant an dem Fall ist auch das Timing: Die USA und China befinden sich zurzeit in einem Handelskrieg, in dem beide Staaten sich gegenseitig Strafzölle aufbürden. Manche vermuten bei dem Urteilsspruch gegen Apple auch einen politischen Hintergrund. Die Aktie des Weltkonzerns blieb ungeachtet dessen stabil.

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Quelle: Noizz.de