„Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Dieses Sprichwort hätte sich „Fyre Festival“-Gründer Billy McFarland vielleicht besser mal hinter die Ohren schreiben sollen – denn er wurde selbst hart gescammt!

„Fyre Festival“, wir erinnern uns, war das unfassbar schlecht organisierte und katastrophal endende „Luxus-Festival“ auf den Bahamas, das nach genau einem Tag abgeblasen wurde: Denn statt dem versprochenen „unvergesslichen Erlebnis“, einem hohen Staraufkommen (Kendall Jenner, Bella Hadid und Hailey Baldwin hatten das Event beworben) und Aufritten von Skepta, Migos oder Blink 182 mussten die Festivalteilnehmer mit trocken Brot, wegfliegenden Zelten und verschwundenen Wertsachen vorlieb nehmen. Und das bei Ticketpreisen von bis zu 12.000 US-Dollar!

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Billy McFarland, auf dessen Mist das Festival gewachsen ist, sitzt aktuell wegen Betrugs im Knast – im droht eine Strafe von 8 bis 10 Jahren (und der finanzielle Ruin, NOIZZ berichtete)

Nun kamen brisante Neuigkeiten ans Licht, die dem ein oder anderen Fyre-Opfer ein schadenfrohes Grinsen ins Gesicht getrieben haben wird. Denn McFarland wurde wohl selbst ganz schön in die Pfanne gehauen – und zwar von niemand geringerem als Meister-Betrügerin Anna Delvey!

Das ist die junge Hochstaplerin, deren Gaunergeschichte so unfassbar klingt, dass sie auch im Skript von „Gossip Girl“ hätte auftauchen können: Die Deutsch-Russin hatte sich in New York über Monate als Millionen-Erbin ausgegeben, mit ungedeckten Schecks und geliehenem Geld wohnte sie in Luxushotels, charterte Privat-Jets und schmiss opulente Dinner-Partys für ihre Freunde – die Schadensumme beträgt laut Gericht mindestens 240 000 Euro.

Anna Delvey hatte ihre Finger zwar nicht beim missglückten Festival im Spiel (obwohl uns auch das nicht wundern würde) – dafür hat sie Good-Old-Billy aber privat böse über den Tisch gezogen.

Ganze vier Monate (!) lang lebte das Wannabe-Socialite auf dessen Kosten in einem Loft in Soho, dem Headquarter von „Magnises“ – einem zwielichtigen Kreditkartenunternehmen von McFarland (denn natürlich ist das Fyre Festival nicht die erste krumme Nummer des Unternehmers). Eigentlich war nur ein Aufenthalt für wenige Tage anberaumt, doch die Hochstaplerin dachte gar nicht daran, das Loft wieder zu verlassen.

Und McFarland? Der zog nach monatelangem betteln, Anna möge seine Büroräume doch bitte endlich verlassen, die Reißleine: Um die Klette loszuwerden, wurde das Office kurzerhand in ein Townhouse verlegt und Delvey auf die Straße gesetzt.

Eine Betrügerin betrügt einen Betrüger: Vielleicht hätten sich Delvey und Mcfarland einfach als Gaunerpärchen zusammen tun sollen – genug  Bonny & Clyde Attitüde hätten die beiden mitgebracht.

Quelle: Noizz.de