Plötzlich kam Christopher zurück zum Auto, in der einen Hand 1.000 Dollar, in der anderen eine Waffe. Im Gerichtsprozess musste die Frau erst mal beweisen, dass sie nicht in den Plan eingeweiht war – sondern einfach ein normales Date erwartete.

Sie hatte ihn auf einer Dating-App kennengelernt. Am 5. Dezember 2016 hatten sie ihr erstes Date, sie holte ihn bei seinen Eltern ab. Dann kam alles anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Jetzt sitzt ihr ehemaliges Date hinter Gittern – und sie wird für immer eine Komplizin zum Bankraub gewesen sein.

Am 5. Dezember 2016 wollte sich die Frau aus Rhode Island mit Christopher Castillo treffen, den sie auf einer Dating-App kennengelernt hatte. Es war das erste Mal, dass sie sich in Person trafen und sie holte ihn mit ihrem Nissan Maxima vom Haus seiner Eltern in Chepachet, Rhode Island ab.

Zusammen fuhren sie 30 Minuten über die Grenze nach North Attleboro, Massachusetts. Er trank während der Fahrt Wein auf dem Beifahrersitz, wie sie sich später im Gerichtsprozess erinnert. In Massachusetts ließ er sie bei der Bristol County Savings Bank anhalten, stieg aus und ging hinein.

Als er zurückkam, war er in Eile, trug plötzlich eine Sonnenbrille und einen Hut, hielt 1.000 Dollar in der einen Hand und eine Waffe in der anderen. "Fucking go!", schrie er sie an. Sie fuhr zuerst panisch los, doch fuhr schon bald rechts ran und verließ ihr Auto, als sie Blaulicht in ihrem Rückspiegel sah. Die Polizei hielt neben dem stehenden Auto und sie sah, wie sie Christopher gewaltsam aus dem Auto ziehen mussten. Er wehrte sich gegen die Beamten und spuckte sie an.

Erst später während des Gerichtsprozesses erfuhr sie, was in der Zwischenzeit passiert war. Christopher war an einen Schalter in der Bank gelaufen. Dem Angestellten zeigte er seine Waffe und bat nach 1.000 Dollar mit der Begründung, er bräuchte es sehr dringend, es würde ihm "nicht gut gehen". Er bekam das Geld, verließ die Bank wieder und stieg zurück in das Auto seines "Dates" in der Hoffnung, sie würde einfach mitmachen und seine Flucht ermöglichen. Der Plan ging offensichtlich nicht ganz auf.

Anfang dieser Woche wurde Christopher nun für den Raub vor Gericht verurteilt, er hatte sich im Vorhinein als schuldig bekannt. Er bekam drei Jahre für den Raub, und noch mal zwei Jahre für seinen Umgang mit den Polizisten, berichtet "CNN". Sie bekam keine Strafe – nur für immer die Erinnerung an das schlimmste Date ever.

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  • Quelle:
  • Noizz.de