Allerdings ist sie nicht sehr kreativ!

Das Ende einer Beziehung kann man sich einfach nicht schönreden: Selbst wenn du dich in den ersten Tagen nach der Trennung tapfer schlägst - irgendwann holt dich der Schmerz dann doch ein. Tja, und dann wartet ein langer, tränenreicher Weg auf dich, um endlich wieder glücklich zu werden.

Das Problem dabei ist nur: Wie man es aus seinem Liebeskummer herausschaffen soll, weiß keiner so genau. Die einen betrinken sich jeden Abend und schreiben mitten in der Nacht peinliche "Ich vermisse dich so"-Nachrichten, die anderen sperren sich in ihr Zimmer ein und hören die traurigsten Liebeslieder aller Zeiten in Dauerschleife. So richtig erfolgreich sind diese Taktiken aber selten. Zum Glück haben Wissenschaftler der Universität Missouri-St. Louis jetzt endlich herausgefunden, was wir tun sollten, wenn wir von unserem Ex-Schatz verlassen werden.

Für ihre Studie, die im Mai im "Journal of Experimental Psychology" erschienen ist, begleiteten die Wissenschaftler 24 Menschen zwischen 20 und 37 Jahren, die immer noch nicht über ihren Ex-Freund oder ihre Ex-Freundin hinweg waren. Für die Ergebnisse maßen sie die Gehirnaktivitäten ihrer Teilnehmer, während sie drei Strategien anwendeten, die helfen sollten über den Ex-Partner hinwegzukommen. Während der verschiedenen Strategien bekamen die Probanden auch immer Bilder der Verflossenen vorgelegt.

Die Forscher testeten drei verschiedene Strategien an den frisch Getrennten. In der ersten Phase sollten sich die Teilnehmer vor allem auf die negativen Aspekte des Partners konzentrieren: "Er hat ja eh nie aufgeräumt ... Immer lagen irgendwo Socken rum und eigentlich hat er sein Leben ja eh nicht auf die Reihe bekommen!" Gedanken wie diese sollen laut den Wissenschaftlern ziemlich effektiv sein.

In Phase zwei sollten die Probanden ihre verbliebenen Gefühle für ihren Ex akzeptieren, um endlich Frieden mit der Situation zu schließen: "Es war eine schöne Zeit, aber letztendlich waren wir eben nicht die Richtigen für einander." Na? Bei wem hat das schon mal funktioniert? Richtig, bei niemandem. Das mussten auch die Forscher einsehen, diese Strategie brachte keinen Fortschritt im Heilungsprozess.

Schritt 3: Ablenkung! Je weniger man über die Trennung nachdenkt, desto weniger schmerzhaft wird sie mit der Zeit.

Und die beste Taktik ist ... Achtung Trommelwirbel: Je schlechter du über deinen Ex denkst, desto schneller kommst du über ihn hinweg! Vergiss alle Gedanken von Wehmut und "Er war eigentlich gar nicht so blöd" und steigere dich voll in "Er war einfach ein Arschloch!" hinein. Das tut kurzfristig zwar weh, ist langfristig aber am effektivsten, um die Liebesgefühle nach der Trennung zu regulieren.

In Kombination mit Ablenkung funktioniert das am besten, um endlich über den Verflossenen hinweg zu kommen.

Quelle: Noizz.de