Andere Länder, andere Orgasmus-Grimassen.

Sehen eigentlich alle Menschen beim Höhepunkt gleich aus? Diese Frage hat sich jetzt die Universität Glasgow gestellt und innerhalb einer Studie nachgeforscht.

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Wie das Ganze funktioniert ...

Statt mit echten Probanden, die vor den Wissenschaftlern einen Orgasmus erleben, wurde mit Animationen gearbeitet. Insgesamt 3.600 virtuelle Gesichter, mit 42 unterschiedlichen Gesichtsmuskeln ausgestattet, erstellte die Uni. Diese ausgefeilten Animationen wurden anschließend Studienteilnehmern aus Westeuropa und Asien präsentiert – sie sollten die Ausdrücke in die Katagorien Orgasmus oder Schmerz einteilen.

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig Foto: PNAS

Die Ergebnisse der Studie, die jetzt von der wissenschaftlichn Fachzeitschrift „PNAS“ veröffentlich wurden, zeigen, dass ein schmerzverzerrstes Gesicht losgelöst von kulturellem Background zugeordnet werden kann. Zeichen von Schmerz sind unter anderem eine gerunzelte Nase und eine erhobene Oberlippe. Auch gesenkte Augenbrauen sind ein Indiz für einen schmerzverzerrten Ausdruck. Das empfanden die Befragten aus Asien und Westeuropa ähnlich.

Wenn es aber um das Gesicht während eines Orgasmus geht, gibt es tatsächlich regionale Unterschiede. Die westeuropäischen Studienteilnehmer erkannten einen Höhepunkt, sobald der virtuelle Mensch einen geöffneten Mund und geöffnete Augen hatte.

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Die Befragten aus dem asiatischen Raum erkannten das Orgasmusgesicht hingegen bei denjenigen Animationen, die ein Lächeln mit geschlossenem Mund zeigten. Das heißt im Klartext:

Asiaten lächeln und Westeuropäer sperren die Klappe auf, wenn sie kommen.

Europäer zeigten beim Höhepunkt „Aufregung und Enthusiasmus“, was zu den ausdrucksstarken Orgasmus-Faces führt. Asiaten sind kulturell eher zurückhaltender und zeigen ihre Glücksgefühle daher mit einem simplen Lächeln.

Die Ergebnisse der Uni Glasgow sollen in Zukunft durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt und erweitertet werden.

Quelle: Noizz.de