In Sydney starten, sieben Stunden um Australien fliegen – und wieder in Sydney landen. Klingt wie Greta Thunbergs Albtraum, ist es auch. Mehrere Airlines bieten nun sogenannte "Flüge ins Nirgendwo" an. Was schwachsinnig und krass umweltschädigend klingt, sorgt bei vielen für große Begeisterung.

Wer in den Urlaub fliegt, der verspürt beim Warten am Flughafen ein aufregendes Kribbeln. Die große Maschine, die draußen schon startklar ist, bringt einen irgendwo hin – irgendwo, wo es schön ist. Zumindest war das vor der Pandemie so. Der Urlaub fällt nun flach, dank Corona. Das Einzige, was jetzt noch bleibt, ist die Vorfreude und die Aufregung. Auch das kostet Geld. Viele Menschen buchen Reisen, die sie dort hinbringen, wo sie angefangen haben.

Sogenannte "Flüge ins Nirgendwo" bieten mehrere Airlines an. Für ein paar Hundert Euro hebt man ab, schaut sich die Wolken von oben an und landet dann wieder in der Heimat. Unnötig? Scheint so! Was zuerst nur umweltschädigend klingt, ist aber ein Mittel zum Zweck.

Flugzeug-Emissionen – eine der schlimmsten Klimasünden, neben Massentierhaltung.

Ein Rundflug ohne Ziel

Mit den Tickets ins Nichts werden gleich mehrere Leute glücklich gemacht: Menschen, die für einen kleinen Betrag ein einmaliges Flugerlebnis bekommen – und die Fluggesellschaft selbst. Die müssen nämlich darauf achten, dass ihre Maschinen nicht einrosten. Damit der Airbus 1380 zwischen Japan und Honolulu weiterhin einsatzbereit bleibt, düst er mit Passagieren in die Luft – und bringt sie dahin, wo sie hergekommen sind.

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Laut Informationen von "Stern.de" machte Taiwan den Anfang. Die Fluggesellschaft Eva Air Tickets verkaufte mehr als 300 Tickets für einen Rundflug zu den östlich gelegenen Ryūkyū-Inseln. Alle ausverkauft. How dare you!

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lcw

  • Quelle:
  • Noizz.de