Warum akzeptieren wir nicht einfach, wie sie aussieht?

Arvida Byström ist 26. Sie ist groß, schön, schlank, blond. Die Schwedin entspricht allen gängigen Schönheitsidealen. Nur eines an ihrem Körper ist für eine junge, europäische Frau ungewöhnlich: Die langen, schwarzen Haare an ihren Beinen.

Die zeigte sie jetzt in einem Werbeclip für die Adidas-Frauensneaker „Superstar“.

Viele Menschen feiern sie, sowohl auf ihrem Instagram-Account als auch in den Kommentaren unter dem Adidas-Video.

Mutmacher-Kommentare für Byström unter dem Clip von Adidas Foto: YouTube / Screenshot

„Es geht darum, mit kulturellen Normen zu brechen“, schreibt jemand. Ein anderer: „Dieses Video zeigt, wie kleingeistig manche Menschen heute erzogen werden. Das ist IHR Leben, IHRE Freiheit, IHRE Entscheidung. Das heißt nicht, dass wir das mögen müssen – aber warum respektieren wir ihre Entscheidung nicht?“

Arvida Byström selbst ist stolz auf sich, ihren Mut, und darauf, eine selbstbestimmte Frau zu sein. Sie postet ein Foto aus dem Video auf Instagram. In dem Post spricht sie auch über etwas Trauriges: „Ich bin eine talentierte, weiße Frau mit einem Normkörper, der nur ein kleines, nicht-normatives Detail hat: ein wenig Beinbehaarung. Ich habe dafür Vergewaltigungs-Drohungen in meinem Instagram-Postfach erhalten.“

Schade, dass sich auch hier wieder Menschen dazu berufen fühlen, ihre eigene Unzufriedenheit auf andere zu projizieren. Denn wie auch ein YouTube-Kommentator schreibt: „Wir müssen es nicht mögen – aber warum respektieren wir ihre Entscheidung nicht einfach?“

Quelle: Monopol Magazin

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