Ob Snapchat bald dasselbe Schicksal blüht?

Deine Oma ist auf Facebook! Das besagt eine Auswertung zum Nutzerverhalten auf Social Media. Laut Marktanalyst eMarketer wird Facebook besonders bei jüngeren Nutzern immer unbeliebter – und das auch noch schneller als befürchtet! Dafür wächst die Beliebtheit bei Älteren und Rentnern.

Die Auswertung bezieht sich auf Zahlen aus Großbritannien und den USA. In den Staaten loggt sich nur weniger als die Hälfte aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 einmal im Monat bei Facebook ein. Das ist die niedrigste Quote in dieser Altersgruppe seit 10 Jahren. Erstmals sagt eMarketer einen rasanten Verlust in den Altersgruppen bis 24 voraus: Insgesamt wird Facebook in dieser Altersgruppe 2018 knapp 2 Millionen Nutzer verlieren.

Allerdings: Viele Jüngere wandern stattdessen zu Instagram ab. Da die Plattform seit 2012 zu Facebook gehört, gehen die User dem Unternehmen nicht ganz verloren. Die meisten User gehen laut eMarkter aber zu Snapchat. Die Plattform soll somit für Menschen unter 30 bald die wichtigste werden.

Trotzdem steigt die Zahl der Facebook-Nutzer insgesamt in beiden Ländern immer noch an. In der Gruppe zwischen 25 und 55 ändert sich praktisch nichts. Bei Menschen über 55 wird Facebook 2018 anscheinend massiv wachsen.

In den USA werden 2018 dann 169,5 Millionen aktive Nutzer (die also mindestens einmal im Monat online sind) auf Facebook sein – das sind nur etwa 1 Prozent mehr als 2017. Trotz dieses minimalen Zuwachses bleibt Facebook generell also das wichtigste Soziale Netzwerk. Fragt sich aber wie lange. Zum Vergleich: Instagram wird 2018 um 13 Prozent auf 104,7 Millionen wachsen, Snapchat um fast 10 Prozent auf 86,5 aktive Nutzer.

„Snapchat könnte eventuell auch in der älteren Zielgruppe beliebt werden, da sie die Oberfläche benutzerfreundlicher gestalten wollen“; sagt eMarkter Chefanalystin Debra Aho Williamson. "Die Frage ist allerdings, ob jüngere User Snapchat auch dann noch cool finden, wenn ihre Eltern und Großeltern dort sind. Das ist das Dilemma, in dem Facebook gerade steckt."

Quelle: Noizz.de