Ich habe Lust auf Dummheiten, schöne Penisse und gute Charaktere!

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation und Penisse. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar Bett-Geschichten aus.

Die Nummer mit den Vorsätzen

Ich fand Vorsätze für ein neues Jahr eigentlich immer ziemlich bescheuert. Meistens kommt es ja eh anders, als man denkt: So gut wie jedes Jahr, wenn ich mir vorgenommen habe, einen Ex an Silvester mit einer Rakete Richtung Mond zu schießen, hat er sich spätestens am ersten Wochenende des Jahres mit einer niedlichen Nachricht gemeldet, weshalb all die guten Vorsätze schneller dahin waren, als ich gucken konnte.

Noch schlimmer war es in den Jahren, in denen ich mir vorgenommen habe, dass es ja jetzt mal langsam Zeit für etwas Festes wäre ... ausgerechnet in diesen Jahren passiert ALLES – aber eine feste Beziehung war gerade dann schon mal gar nicht in Sicht. Deshalb habe ich auf die guten alten Vorsätze eigentlich immer geschissen.

2019 soll aber alles anders werden: New year, new me! Ich habe große Pläne ... Na gut, zumindest was mein Bett betrifft.

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Kurz vor Silvester habe ich mich mit ein paar Freunden getroffen. Bei Sekt, Wein und Käse-Lauch-Suppe diskutierten wir über das vergangene und das anstehende Jahr. Alle berichteten von ihren Plänen. Bis sich irgendwann alle Augen auf mich richteten: „Was ich mir für 2019 wünsche?“, fragte ich noch mal in die Runde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir da noch nicht so richtige Gedanken drum gemacht – wie gesagt ich fand Vorsätze immer kacke.

„Sex-Abenteuer! Ich hab das Gefühl, dass ich ziemlich langweilig geworden bin“, erklärte ich mit einem breiten Grinsen. Meine Freunde lachten.

Also fing ich an darüber nach zu denken und voilá hier kommen meine ULTIMATIVEN Sex-Vorsätze für 2019, von denen ihr euch eine Scheibe abschneiden solltet...

1. Jeden Monat etwas Neues ausprobieren

In so gut wie jedem Sex-Ratgeber steht drin, dass man doch einfach mal was Neues ausprobieren soll. Ehrlich gesagt fällt mir das gar nicht so leicht, eben weil ich schon sehr viel gemacht habe. Trotzdem kann es ja nicht sein, dass ich das Sex-Game schon durchgespielt habe ... irgendwo in der Welt zwischen Masturbation, Penissen und Orgasmen wird sich ja wohl noch etwas verstecken, das auch bei mir für das Gefühl sorgt, endlich mal wieder etwas zum ersten Mal gemacht zu haben.

Deshalb werde ich mich 2019 jeden Monat auf die Suche nach einer neue Erfahrung machen. Das muss ja jetzt nicht immer so was Großes sein, wie der Besuch in einem Swingerclub (muss ich mir übrigens merken, hab ich tatsächlich noch nie gemacht), kann ja auch einfach eine Stellung sein, die so abstrus ist, dass ich sie bisher noch nie ausprobiert habe. Mit etwas Glück werde ich euch Ende von 2019 genau zwölf Dinge vorstellen, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal in der Kiste ausprobiert habe.

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2. Meine Ghosting-Sucht in den Griff kriegen

Schande über mein Haupt, aber ich ghoste für mein Leben gerne ... meistens allerdings ohne böse Absicht. Wenn ich eins im letzten Jahr nicht hatte, dann war es Zeit. Deshalb mussten Freunde, Familie und Fuck-Buddys teilweise tage- oder sogar wochenlang auf eine Antwort bei WhatsApp warten. Die einen haben es akzeptiert, die anderen fühlten sich ignoriert und warfen mir Ghosting vor.

Sorry an all die Tinder-Matches, die mir Sonntags eine Nachricht schrieben und erst am darauf folgenden Sonntag eine Nachricht bekamen. Ich wollte euch damit nicht kränken, echt! Aber ihr seid wahrscheinlich einfach nicht interessant genug gewesen, als dass ich meine kostbare Zeit damit verschwendet hätte, auf eure Auberginen-Emojis und Fick-Gifs zu antworten. 2019 wird das sicher nicht mehr vorkommen – ab jetzt melde ich mich ab, wenn ich keinen Bock mehr auf euch habe. Indianer Ehrenwort.

3. Eine Dummheit machen aka. einen Exfreund vögeln

Ich weiß, dass aufgewärmt nur Gulasch schmeckt ... trotzdem verspüre ich gerade den absoluten Drang danach, dieses Jahr noch mal mit einem Verflossenen in die Kiste zu springen. Und wisst ihr auch warum? Weil es so unfassbar unvernünftig ist und das ist verdammt geil. Dabei geht es mir überhaupt nicht um irgendwelche emotionalen Verbindungen, ich habe einfach nur Lust auf eine Dummheit.

Vielleicht versuche ich es noch mal bei meinem Alltime-Favourite ... mit dem habe ich sowieso noch einen Deal laufen, der zufällig dieses Jahr ausläuft. Oder doch lieber bei dem Schauspieler? Ach, fuck... der hat glaube ich eine Freundin! Na ja, dann wenigstens bei einem anderen Schauspieler ... einen Promi zu vögeln, wäre mindestens eine genau so große Dummheit ... vielleicht sogar eine noch größere?

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4. Meine Vagina trainieren

Der einziges sportliche Vorsatz, den ich habe: Meine Vagina trainieren. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen bescheuert, aber ab einem gewissen Alter sollten Frau UND Mann mit dem Beckenbodentraining anfangen. An alle Typen, die mich fragen, wie sie ihren Orgasmus etwas herauszögern können: mit Beckenbodentraining! Da gilt die Devise: besser zu früh, als zu spät! Denn Beckenbodentraining ist die Geheimwaffe für Mega-Orgasmen. Frauen können am Anfang eine einfache Übung machen: Beim Urinieren, kurz innehalten, den Strahl unterbrechen und wieder loslegen. Die Fortgeschrittenen sollten in Liebeskugeln investieren und sich schon mal auf unbeschreiblichen Orgasmen freuen. Spätestens Ende des Jahres bin ich professionelle Tischtennis-Spielerin ... wenn ihr versteht, was ich meine.

5. Keine Fuckboys

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der noch treffsicherer den Fuckboy aus der Menschenmenge heraus pickt als ich. Deshalb gilt für 2019: „I just want dick that‘s gonna ruin my life but attached to a guy who isn‘t gonna ruin my life!“ Ich ignoriere jetzt einfach mal, dass 2019 offiziell das Jahr des Schweins ist und glaube ganz fest daran, dass mir spätestens im Sommer ein Typ über den Weg läuft, der einen Mega-Schwanz und dazu noch 'nen guten Charakter hat – #lifegoals!

Deine Sex-Fragen

Übrigens: Wenn du mir Fragen zum Thema Sex stellen willst, kannst du das jederzeit machen – und zwar komplett anonym! Schreib mir dazu einfach eine Message auf Tellonym. Du willst noch mehr aus der versexten Welt der Julie Schmidt mitbekommen, willst ihr ein Dickpic schicken (SPASS!) oder hast Fragen und Anregungen? Dann check doch mal ihren Instagram-Account (@julie.schmidt.autorin).

Julie Schmidt hat ihr erstes Buch geschrieben! In "To all the boys I’ve fucked before" (erscheint am 13.10.20 im mvg Verlag) erzählt sie noch mehr über ihre Vorliebe für Fuckboys und Zigaretten

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  • Quelle:
  • Noizz.de