Sie können Herzprobleme, Erbrechen und Krampfanfälle hervorrufen!

Ein Wodka-Red-Bull im Club, ein Monster zum wachwerden auf der Arbeit und zwischendurch noch ein, zwei andere Energy Drinks. Für viele gehören sie inzwischen genauso zum Alltag wie Cola oder Kaffee.

Die Forscher der kanadischen „University of Waterloo“ in Ontario warnen jetzt aber: Energy Drinks sind gefährlicher, als bisher gedacht. Über die Hälfte der befragten Jugendlichen leidet nach dem Konsum an Herzproblemen, Erbrechen, Brustschmerzen oder sogar an Krampfanfällen!

Für ihre Studie befragten die Forscher 2055 kanadische Jugendliche im Alter zwischen 12 und 24 Jahren zu ihrem Engery-Drink-Konsum.

Über die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie durch die süßen Wachmacher schon einmal gesundheitliche Probleme bekommen haben.

  • 55 Prozent gaben an, dass sie von Energy Drinks schon mal gesundheitliche Probleme bekommen haben   25 Prozent haben von den Muntermachern schon einmal Herzrasen bekommen 24 Prozent haben Schlafstörungen bekommen 18 Prozent litten unter Kopfschmerzen 5 Prozent litten unter Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall 5 Prozent suchten sich sogar ärztliche Hilfe knapp 4 Prozent klagten über Brustschmerzen
  • 0,2 Prozent gaben sogar an, dass sie mal einen Krampfanfall hatten

Die starken Auswirkungen auf die Gesundheit lassen sich laut den Wissenschaftler darauf zurückführen, dass sie aus anderen Inhaltsstoffe bestehen, als beispielsweise Kaffee. Der Konsum von Kaffee und Energy Drinks unterscheide sich auch, weil die Muntermacher häufig auch mit Alkohol oder während körperlicher Aktivität konsumiert würden. Erst vor kurzem fanden Forscher der „Purdue University“ in Indiana heraus, dass Wodka-Bull genauso schädlich für das Gehirn ist wie Kokain [NOIZZ berichtete].

Bisher gibt es kein Gesetz, das den Kauf von Energy Drinks reguliert: Ob ein 13- oder 18-Jähriger an der Kasse steht, ist egal. Zwar ploppte die Diskussion in der Vergangenheit immer mal wieder auf, allerdings haben sich bisher nur einige Einzelhändler auf freiwilliger Basis dazu entschieden, die Wachmacher erst ab 16 Jahren zugängig zu machen.

Auch David Hammond, ein Professor der „University of Waterloo“ forderte: „Wie wir in unserer Studie herausgefunden haben, sind die Auswirkungen auf die Gesundheit so groß, dass wir den Konsum strenger für Kinder und Jugendliche regulieren müssen!“

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Quelle: Noizz.de