Emily Ratajkowski kennen die meisten wohl aus Robin Thickes Musikvideo "Blurred Lines“. Die mittlerweile 29-Jährige nutzt ihre Bekanntheit, um auf Probleme aufmerksam zu machen, mit denen sie selbst zu kämpfen hat. Jetzt ist gemeinsam mit der Modezeitschrift "Vogue" der Kurzfilm "Who Will You Be?" über ihre Schwangerschaft erschienen, in dem sich das Model mit Rassismus, Geschlechtern und Macht auseinandersetzt.

Auf die Baby-Frage "Was wird es?" antworten die meisten Menschen wohl mit "Junge" oder "Mädchen". Viele Eltern veranstalten sogar eine Gender-Reveal-Party. Zeigt der angeschnittene Kuchen eine blaue Farbe, wird es ein Knabe. Rosa? Prinzessin!

Ob das wirklich sein muss, hat sich Model Emily Ratajkowski nun kritisch hinterfragt. In einem Kurzfilm der "Vogue" verkündet die 29-Jährige nun ihre Schwangerschaft. Das Geschlecht verrät sie nicht – aber warum?

Das Kind soll selbst entscheiden, wer es sein will

"Wir werden das Geschlecht erst kennen, wenn unser Kind 18 Jahre alt ist und es uns dann selbst Bescheid geben kann", so Ratajkowski gegenüber der "Vogue". Die Tänzerin aus Robin Thickes Musikvideo meint damit, dass ihr Baby selbst entscheiden soll, als was es sich identifiziert. Ob Mädchen, Junge oder divers: Ratajkowski und ihr Ehemann Sebastian Bear-McClard ist es ganz egal, was ihr Baby sein wird. In dem Video beschreibt die werdende Mama, dass sie jetzt schon Sorge hat, welchem gesellschaftlichen Druck ihr Kind ausgesetzt ist.

>> Trailer: Model Emily Ratajkowski zeigt sich dauersexy in neuer Indie-Romanze „Cruise“

Wenn das Baby ein Mädchen wird, kann es die gleiche "unbewusste und verinnerlichte Frauenfeindlichkeit" erleben, gegen die Ratajkowski immer noch kämpft. Wird es ein Junge, hat er die Herausforderung, eine Machtposition zu ergreifen und damit umzugehen. So heißt es:

Ich möchte ein Elternteil sein, das meinem Kind erlaubt, sich mir zu öffnen. […] Mir ist klar, dass mein Kind hofft, seinen eigenen Platz in der Welt bestimmen zu können, aber es wird auf jeden Fall mit den unbestreitbaren Zwängen und Konstruktionen des Geschlechts konfrontiert sein – noch bevor es sprechen kann.

Ratajkowski spricht unter anderem von eigenen Erfahrungen. Das Model erregte zuletzt Aufmerksamkeit als sie gegen den Fotografen Jonathan Leder schwere Vorwürfe erhobt. In einem Text für "The Cut" schrieb das Model über einen sexuellen Übergriff im Jahr 2012.

>> Fem as Fuck #21: Wer sich als Frau gerne auszieht, ist nicht gleich anti-feministisch

  • Quelle:
  • Noizz.de (Collage)