Wenn dein Schatzi den Mund weit aufreißt und aus tiefster Entspannung heraus gähnt, wirst du ihm es wenige Sekunden später gleichtun. Bist du müde? Nein. Aber vielleicht bist du ein Elefant. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Elefanten von ihren Lieblinsgmenschen mit Gähnen angesteckt werden können.

Na, hast du dir den Teaser dieses Artikels durchgelesen und mit Erstaunen festgestellt, dass du tatsächlich gähnen musstest? Da liegt nicht an den lahmen Elefanten, die sich in Gedanken vor deinen Augen abbilden – sondern an Spiegelneuronen. Die sitzen laut dem "Bayrischen Rundfunk" im Gehirn und sind dafür zuständig, Gefühlsregungen anderer Menschen zu erkennen und darauf zu reagieren.

Beim Lesen dieses Textes hast du höchstwahrscheinlich an eine gähnende Person gedacht – und es ihr nachgeahmt. Dass Gähnen ansteckend ist, stimmt somit nur zu Teilen. Fun Fact: Wir gähnen im Durchschnitt ganze 250.000 Mal in unseren Leben. Faule, müde Elefanten sind wir aber keine. Die sind nämlich hundert Mal süßer als wir Menschen, wie neuste Forschungsergebnisse beweisen.

Gähnen beruht auf Empathie, zumindest bei Elefanten

Wissenschaftler zeigen in einem Artikel der Zeitschrift "Frontiers in Veterinary Science" auf, dass Elefanten ihre Herrchen beobachten und ihnen das Gähnen nachahmen. Das liegt zum einen an dem oben genannten Phänomen – zum anderen soll das Verhalten der Dickhäuter auf Empathie beruhen. Bedeutet: Wenn dich ein Elefant gerne hat, macht er dir das Gähnen nach. Wie zuckersüß ist das denn bitte?

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Säugetiere wahnsinnige soziale und besonders intelligente Tiere sind. Außerdem beweisen die Wissenschaftler mit dem Projekt, dass Elefanten eine besonders fürsorgliche Behandlung brauchen, wenn sie in Folge von Naturschutzprojekten gerettet werden.

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Wenn du beim nächsten Mal deinen Schatzi angähnst, sagst du einfach: "Mir ist nicht langweilig. Gähnen ist das neue 'Ich liebe dich', auf Elefanten-Art."

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lcw

  • Quelle:
  • Noizz.de