Ah, okay, sie ist bei der CSU ...

Während viele junge Menschen in Deutschland sich freuen, dass – nach Uruguay – ein weiteres Land Marihuana legalisiert hat, mosert die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Marlene Mortler, an dem Ereignis herum.

Marlene Mortler stellt den Drogen- und Suchtbericht 2018 vor Foto: dpa picture alliance

Dies sei „eine Kapitulation“ und ein Schritt in die falsche Richtung, sagte die CSU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Sie verwies darauf, dass Cannabis mit dem Stoff von vor 20 Jahren inzwischen nichts mehr gemein habe, sondern viel stärker geworden sei. Statt einer Legalisierung gehe es darum, früher mit Beratung anzusetzen.

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Mortler machte deutlich, dass sie in diesem Sinne nach dem Motto „Hilfe statt Sanktion“ in Gesprächen sei. Nähere Angaben zu möglichen neuen Lösungsansätzen machte sie vorerst nicht.

Auch die Gewerkschaft der Polizei kritisierte den Schritt in Kanada. „Fällt ein Verbot, wird damit gleichzeitig suggeriert, dass etwas ja gar nicht so gefährlich ist, wie immer behauptet wurde“, warnte der Vorsitzende Oliver Malchow. „Angesichts der schwerwiegenden Folgen des regelmäßigen Cannabiskonsums vor allem bei jungen Menschen würde mit einer Freigabe ein zu hohes Risiko in Kauf genommen.“

Es sei auch ein Irrglaube, dass die Legalisierung eines verbotenen Stoffes damit in Verbindung stehende Kriminalität reduziere.

Hm. Klingt nicht so, als ob wir hierzulande in Sachen Legalisierung von Cannabis allzu weit sind. Darauf erst mal (k)ein Pils!

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de