Der Wirtschaftsverband aus Neuseeland fordert das Ende des sozialen Projekts.

Zuhaib Abbas Bangash ist ein großzügiger Mensch. Jeden Sonntagnachmittag verschenkt der Ladenbesitzer aus West-Auckland, Neuseeland, Döner an Obdachlose. Das kostet ihn nach eigenen Angaben pro Woche knapp 600 Dollar. Damit soll jetzt Schluss sein. Das liegt aber nicht an Bangash, sondern an der Glen Eden Business Association. Sie haben den Ladenbesitzer von "Glen Eden" aufgefordert, damit aufzuhören. Der Wirtschaftsverband hat Bedenken, dass wegen seiner Hilfe zu viele Obdachlose in die Stadt kommen und so andere Läden schließen müssen.

Dabei hat der Kebabladenbesitzer, laut einem Interview mit der neuseeländischen Zeitung "Stuff", extra den Sonntagnachmittag für sein Projekt ausgewählt. Um diese Uhrzeit soll es in der Gegend ruhig sein. Am Sonntag, den 17. November, kamen 23 Obdachlose, als er seine Aktion zuvor auf Social Media beworben hatte. Trotzdem will der Wirtschaftsverband, dass er damit aufhört.

Die Managerin des Stadtzentrums der Glen Eden Business Association, Jennifer Conlon, fühlt sich missverstanden. Sie will nicht verhindern, dass Obdachlose Essen bekommen. Doch soll ein anderes, größeres Projekt eingeführt werden, um Bedürftigen zu helfen.

Bangash möchte trotzdem weitermachen. Er selbst weiß, wie es ist, kein Geld für Essen zu haben. Vor acht Jahren kam er nach Neuseeland. Bei der Abreise starb seine Frau, seine Kinder musste er bei seiner Großmutter lassen. Mit 20 Dollar soll er sich seine heutige Lebensgrundlage aufgebaut haben. Nun möchte er mit seinen Mitteln anderen Menschen helfen – selbst wenn es dem Wirtschaftsverband nicht passen sollte.

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Quelle: Noizz.de