Sex in all seinen Spielarten scheint die Nummer eins Beschäftigung in Zeiten von Corona zu sein: DIY-Sextoys sind angeblich ganz weit oben in der Internet-Recherche. Haushaltsgegenstände müssen sich ab jetzt offenbar in Acht nehmen!

Corona hat uns zwar alle in die Isolation geschickt, gewisse Bedürfnisse bleiben aber dennoch. Oder anders gesagt: Was soll man auch sonst allein zu Hause mit der ganzen verfügbaren Zeit machen, als an sich herumzuspielen? Tindern geht ja gerade nicht. Pornhub hat für Europa die Premium-Zugänge zwar geöffnet – wer aber so ambitioniert war, dass er auch da schon alles durchgespielt hat, dem dürfte langsam langweilig werden. Aber Midnfullness-Influencer und mittelmäßige Lifecoaches lehren uns schon seit Ewigkeiten: Es gibt keine Hindernisse, nur Chancen. Wallende Hormone könnten nun die Kreativität ordentlich zum Wallen bringen. Wo wir beim Thema sind: Was tun, wenn man Bock auf eine Runde Spaß mit Sextoys hat und der Postbote mit der Dildoking-Bestellung doch viel länger braucht als gewünscht? Mal die eigene Rumpelkammer oder Küche durchsuchen!

Sextoys im Haushalt suchen ist kein neues Phänomen

Es ist kein neues Phänomen, dass man sich im eigenen Haushalt umsieht, um etwas Geeignetes zu finden, was man sich in Öffnungen stecken, oder Öffnungen sucht, in die man etwas reinstecken kann, erklärt Gynäkologin Dr. Lauren Streicher der NY-Post. Man kennts: Da sitzt man am Frühstückstisch und plötzlich kommt einem die übliche Salatgurke so sexy vor, dass man sich kaum noch halten kann.

Bei so einer Grapefruit kann man schon mal auf andere Gedanken kommen.

Laut dem britischen Marketplace Onbuy ist die Google-Suche nach selbst gemachten Sextoys im letzten Monat angestiegen. Mehr als 23.000 User suchten danach, wie man sich selbst mit den alltäglichsten Mitteln verwöhnen kann. Gurken scheinen da offenbar noch nicht ausreichend zu sein. Nach DIY-Vibratoren und Alternativen für Gleitgel wird gesucht. Schnell mal die elektrische Zahnbürste zweckentfremden? Die Waschmaschine im Schleuderwaschgang noch mal neu kennenlernen? Und Zahnpasta, damit alles besser glitscht? Genau das scheinen die Hausmittelchen gelangweilter aber dauerrattiger Briten zu sein.

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DIY-Sextoys sind nicht ungefährlich

An sich ist gegen die neu entfachende Kreativität für lustige Sexspielchen in den eigenen vier Wänden auch gar nichts einzuwenden. Problem ist nur: Ganz ungefährlich ist die Selbstbespaßung nicht und in Zeiten von Corona sollte man die Krankenhäuser wirklich nicht unnötig belasten – daher ist Vorsicht gefragt bei den DIY-Sextoys. Vor allem vor stacheligen und spitzen Gegenständen wird gewarnt. Damit verletzt man sich die Schleimhäute schneller als gedacht.

Vielleicht nicht ganz so geeignet? Der Kaktus.

Aber auch lustig geformtes Obst und Gemüse sollte vorsichtig behandelt werden. Egal wie erotisch einem die Kaktusfrucht auch vorkommen mag – abgebrochene Fruchtstücke in der Vagina kommen nicht so gut. Im schlimmsten Fall wird hier nämlich eine eher unerwünschte Fermentierung oder gar Schimmelproduktion angeregt. Oben zitierte Dr. Streicher hat aber eine einfache Lösung parat: Kondome. Damit landen alle Bruchstücke im Plastik, nicht in der Mumu.

Wenn es zum Thema Gleitmittel kommt raten Fachleute generell davon ab, risikoreiche Experimente zu wagen: Zahnpasta etwa dürfte dank scharfer Minze eher reizend wirken, als befeuchtend. Inwiefern Speiseöle geeignet sind, ist nicht bekannt – vielleicht kann man genau das ja auch googeln? So viel dürfte klar sein: Das Chili-Öl sollte man doch lieber im Küchenschrank lassen.

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Quelle: Noizz.de