Manchmal war's wirklich hart.

2017 war ein aufregendes Jahr. Der Fidget Spinner starb, das Einhorn boomte und Christian Lindner erfreute uns mit Videoaufnahmen seines 18-jährigen Ichs – und als Thermomix-Verkäufer.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter
Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Neben diesen goldenen Momenten gab es leider aber auch die weniger guten. Auch wenn wir versuchen, sie zu vergessen – es fällt schwer. Aus Gründen der Vergangenheitsbewältigung erinnern wir uns hier ein letztes Mal an sie: die scheißigsten Momente 2017, in die wir garantiert nicht mehr zurückmöchten.

Es war das Grauen. Ein Beauty-Doc auf der Wiese vor der Party-Location, B- bis Z-Promis in selbstdarstellerischer Sektlaune, kleinwüchsige Kellner. Höhepunkt: Ein Partygast lässt sich vor laufenden Kameras Botox spritzen. Die Dandy-Diary-Blogger Carl Jakob Haupt und David Roth schufen hier ein wahres Horror-Event. Hilfe!

Fremdscham. Eine rechte Altherrenpartei nimmt den Punkt „Sexyness“ in ihren „Zehn-Punkte-Plan“ auf. Ich möchte an Horst Seehofer und Markus Söder nicht in Zusammenhang mit dem Wort „Sex“ denken. Ah!

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Das zweite Altherren-Ekel-Event: Bunga-Bunga-Berlusconi schenkt seinem Despoten-Kollegen Wladimir Putin zu dessen Geburtstag Satin-Bettwäsche – mit einem Handshake-Bild der beiden als Aufdruck. Niemand möchte sich vorstellen, was in diesen Laken passieren könnte. Oder was die Aussage dieses Präsents sein sollte.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

„Teilzeittarzan“, „nicenstein“ und „tinderjährig“ – wer bitte redet so? Dass es diese Begriffe in die Liste der „Jugendwörter des Jahres“ geschafft haben, tut weh. Und zeigt: Die Macher haben keine Ahnung von der Lebensrealität junger Menschen.

Alte Menschen, die jung und hip wirken wollen: Zu dieser Gruppe gehörte auch unsere Bundeskanzlerin in diesem Jahr. Nicht nur, dass sie sich im Wahlkampf von Influencern unterstützen ließ – sie versuchte auch, sich optisch der jungen Zielgruppe anzunähern. Ich finde das peinlich.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Es war die geballte Ladung Dummheit und Provokation: AfD-Politikerin Beatrix von Storch trifft sich mit Rapper Bushido zum Interview. Er will dadurch gedankenlos provozieren, sie vermutlich auch. Das Foto der beiden jagt mir Schauer über den Rücken.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Ein Skandal, der keiner war: Im Sommer herrschte Hysterie wegen angeblich „verseuchter“ Eier. Supermärkte nahmen das Lebensmittel teils gleich ganz aus dem Sortiment, man wurde in guter deutscher Manier panisch, Zeitungen und Online-Medien überschlugen sich vor Schock-Meldungen.

Witzig: Das Fipronil in den Eiern war viel weniger schädlich als gedacht. Schade – taugt ja gar nicht zur Schock-Nachricht!

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Mein Wunsch für 2018: Etwas weniger Leichtgläubigkeit. Mehr Gelassenheit. Weniger Anbiedern bei der jungen Generation. Danke!

  • Quelle:
  • Noizz.de