Harvard hat's für dich erforscht.

Alkohol und Marihuana – für viele das Rezept für einen perfekten Abend. Doch birgt der Konsum der beiden ziemlich unterschiedlichen Rauschmittel auch Risiken? Das hat ein Forscherteam der Harvard Medical School in zwei Studien getestet, wie „Tonic“ berichtet.

Weed entspannt bekanntermaßen, Alkohol sorgt dafür, dass die Schamgrenze sinkt und manche richtig rebellisch werden. Doch wie ist die Wirkung auf den Körper in Kombination?

Zunächst einmal untersuchte der Studienleiter und Professor Scott Lukas die Wirkung der Mischung, wenn Cannabis zuerst konsumiert wird. „Die Wirkung von Marihuana auf den Dünndarm verändert die Bewegungsaktivität des Verdauungstrakts so, dass der Alkoholwert im Blut niedriger ist als beim alleinigen Alkoholkonsum“, so der Forscher.

Wer also zuerst Gras raucht, schränkt die Wirkung von Alkohol danach definitiv ein. Der Körper ist dann einfach nicht mehr so aufnahmefähig. Nach dem High noch einen Rausch hinterher schieben geht also eher weniger gut.

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Bei der zweiten Studie wurde der Konsum der zwei Drogen einfach umgedreht. Die Probanden tranken erst Alkohol und rauchten dann Cannabis. Das Ergebnis war genau das Gegenteil zu dem ersten Experiment: Alkohol verstärkte die Wirkung von Marihuana merkbar. Der THC-Wert im Blut ist bei dieser Kombi viel höher, da die Blutgefäße vom Alkohol bereits geweitet sind. Die Aufnahme des Wirkstoffes ist dadurch schneller und intensiver.

Wer allerdings vor dem Konsum von Cannabis zu viel trinkt, kann auch schnell sein blaues Wunder erleben. Denn wer schon zu viel Alkohol intus hat, kann von der Wirkung von Weed völlig überfordert sein. Gerade Erbrechen und Schwindel treten dann häufig auf. Die Mischung der beiden Suchtmittel sollte also definitiv mit Vorsicht ausgeübt werden.

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Quelle: Noizz.de